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Umstiegstagebuch von Windows auf Mac – Teil 6

Mittlerweile sind noch ein paar Monate ins Land gezogen und ich fühle mich in der Lage, meinen Umstieg von Windows auf Mac noch etwas “abschließender” zu bewerten (wir erinnern uns: Ein absolutes Fazit kann ich nach wie vor nicht ziehen, weil ich zunächst sehen möchte, wie lange ich mit dem Apple-Laptop arbeiten kann – immerhin kostet er auch wesentlich mehr als ein vergleichbares auf Windows basierendes Gerät).

Anfangen will ich mit dem Programm, dass mir jetzt die meisten Probleme auf dem Mac bereitet:

Firefox

Anfangs lobte ich noch Firefox dafür, dass er auf dem Mac prinzipiell besser funktioniert als auf meinen Windows-Rechnern. Das ist zwar nach wie vor richtig, jedoch ist die Speicherverwaltung des Programms etwas fehlerhaft und so kommt es ab und an vor, dass der Rechner doch mal sehr viel weniger macht was er machen sollte. Ein Blick in die Aktivitätsanzeige (findet man am einfachsten über die Spotlight-Suche also CMD + Leertaste und dann einfach “Aktivitätsanzeige” eintippen) verrät dann in 90 % der Fälle, dass sich Firefox wieder aufgehängt hat. Ab und an macht zwar auch mal der Finder Zicken, die betreffen dann aber nicht das gesamte System sondern nur dieses eine Programm – Firefox zieht immer gleich das gesamte Gerät mit in den Dreck.

Abhilfe schaffe das Abschießen des Programms und anschließender Neustart (am einfachsten mittels CMD + Option + Esc -> dies öffnet einen “Mini Taskmanager”, mit dem man Programme abschießen kann).

Prinzipiell kann man mit Firefox auch auf dem Mac arbeiten. Da das ungewünschte Verhalten auch “nur” rund 3 x pro Woche auftritt, kann ich auch irgendwo damit leben (verglichen mit den Problemen, die mich auf Windows-Rechnern ständig plagten, ist es wirklich “harmlos”), jedoch bleibt trotzdem ein leicht bitterer Beigeschmack.

Dann noch mal ein Wort zum Thema Produktivität bzw.

Arbeitsgeschwindigkeit

Nachdem ich unlängst mal wieder ein Programm nutzen wollte, dass es auf dem Mac nicht gibt und die Installation einer virtuellen Maschine oder gar eines Windows-Betriebssystems auf diesem Laptop komplett “überzogen” finde, habe ich mal wieder meinen älteren Windows-Laptop raus geholt. Um ehrlich zu sein war das kein Spaß… ich habe in 3 Tagen rund 4 Stunden an irgendwelche System-Updates verloren, die dann wiederum für (teilweise ungewünschte) Reboots sorgten und der Rechner machte auch immer wieder Zicken bei Programmstarts.

Die üblichen Verdächtigen unter den Ausreden (System zugemüllt) waren hier nicht präsent, da das System komplett “frisch” aufgesetzt war. Und obwohl ich meinen Mac noch nie neu aufgesetzt (geschweige denn mal richtig aufgeräumt) habe, ist meine Produktivität am Apple-Gerät ungleich höher.

Ebenfalls ist mir im direkten Vergleich aufgefallen, wie sehr ich mich an die Tastatur und das TouchPad des Macs gewöhnt habe. Klar, ich wusste immer noch, wie man aus dem Windows-PC viel heraus holt (witzigerweise hatte ich unfassbar lange gebraucht, um E-Mail Adressen zu tippen, weil ich so gar nicht mehr an Alt Gr + Q für das @-Zeichen gewöhnt war), aber ich zögerte immer wieder, um mich an die korrekten Shortcuts zu erinnern.

Mittlerweile ist am Mac also doch alles in Fleisch und Blut übergegangen. Es gibt im Grunde keine Probleme mehr mit den Shortcuts und wenn, dann keine ernsthaften. Das schließt auch die Microsoft-Software mit ein, wobei ich mich nach wie vor darüber ärgere, dass ich in Excel Zellen mit Ctrl + U bearbeite anstatt mit F2…

Die härtesten Produktivitäts-Proben waren die Live-Coverages, die ich von Yu-Gi-Oh! und WoW TCG Events anfertigte. Beim “ersten Mal” mit dem Mac plagten mich so banale Probleme wie die Frage, wie man Bilder am einfachsten vom iPhone in den gewünschten Zielordner bekommt (Tipp: Spotlight-Suche und dann “Digitale Bilder”) und dementsprechend war ich am Ende des Wochenendes auch nicht ganz mit meiner Arbeitsleistung zufrieden.
Beim Folgeevent hatte ich mir dann nicht nur vorgenommen, eine Schippe drauf zu legen, sondern dieses Vorhaben auch in die Tat umgesetzt. Viele Kleinigkeiten, wie die Möglichkeit, ein Word-Dokument im Finder umzubenennen, während man es in Word noch offen hat und bearbeitet, haben mir die Arbeit erheblich erleichtert und diesmal musste ich auch keine neuen Probleme mehr lösen – ich wusste schlichtweg, wie alles geht. Das resultierte in der quantitativ besten Leistung, die ich bei einer Yu-Gi-Oh! Coverage bisher abgeliefert hatte (30 Artikel, die im Laufe von 2 Tagen geschrieben wurden) und ich war am Ende sehr stolz auf das Ergebnis.

Standby-Störung

Was ich noch nicht so ganz nachvollziehen kann, ist das Verhalten des Rechners, wenn er sich in Standby befindet und man das Stromkabel abzieht. Aus irgendwelchen Gründen fährt er dann kurz hoch. Klar, wenn man sich dann nicht anmelden möchte, geht er wieder in Standby, aber wieso fährt er überhaupt hoch? Wenn ich ihn wieder nutzen möchte, dann werde ich es ihm schon mitteilen und das ABziehen des Stromkabels interpretiere ich hier nicht als eindeutige Geste – eher das Gegenteil, weil ich ihn meistens einpacke, wenn ich das Kabel abziehe.

So richtig scheint der Rechner selbst auch nicht zu wissen, was er da macht, da ich ihn manchmal aufklappe und anstatt dass mir direkt die Möglichkeit geboten wird, mich wieder anzumelden und weiterzuarbeiten, muss ich erstmal warten, bis sich der Rechner entscheidet, ob er jetzt zurück in Standby möchte oder eben doch mal aufwachen will. Ich bin mir nicht sicher, ob dieses Verhalten von einem kleinen Programm verursacht wird, das mir erlaubt (nicht zwingt!), den automatischen Standby-Zustand zu unterbinden, wenn man den Deckel des Laptops schließt. Jedoch ist es doch ein Stück weit nervig und entsprechend würde ich hier mich auch mal über Feedback anderer Mac OSX User freuen, die sich darüber schon mal Gedanken machen konnten.

Geupdatetes vorläufiges Fazit:

Nach wie vor positiv beeindruckt bin ich von

  • Der Batterielaufzeit – ich habe diesen Beitrag im Flugzeug geschrieben und das war nur deshalb möglich, weil der Rechner mir erlaubte, mehr als 5 Stunden produktiv tätig zu sein
  • Der Performance – wenn ich mich mal dazu durchringen würde, auf Firefox zu verzichten, hätte ich wohl so gar keine verlorene Zeit mehr am Rechner. Doch selbst mit diesen kleineren Zicken kann ich nahezu ungestört produktiv tätig sein, was mir mit Windows nie möglich war
  • Den Möglichkeiten, das System “auf sich selbst anzupassen” – mit Ausnahme der Einstellungen im Finder, die aus mir nicht ersichtlichen Gründen nach jedem Neustart wieder eine in meinen Augen beschränkte Art der Sortierung von Elementen anwendet gibt es kaum Einschränkungen, den Rechner so zu konfigurieren, dass er ideal auf die eigenen Arbeitsabläufe eingestellt ist. Wenn man sich denn auch ein wenig damit beschäftigen möchte. Doch mir wird regelmäßig über die Schulter geschaut und Leute sind begeistert, wie ich über automatisierte Tasks im Automator und hilfreiche kleine Zusatzprogramme meine Produktivität gefühlt unendlich steigern konnte
  • Der Tatsache, dass das System bisher nicht (gefühlt) langsamer wurde. Möglicherweise ist es zwar etwas langsamer als zu Beginn und ich nehme das nur nicht bewusst wahr, dafür komme ich aber jetzt so viel besser mit dem Rechner zurecht, dass das locker aufgewogen wird
  • Das war es dann auch schon wieder für den Moment. So ein allgemeines Life-Update wäre wohl auch mal wieder an der Zeit, aber das mache ich lieber erst nach den nächsten paar TCG Events, weil ich dann auch direkt ein paar Worte zu ihnen verlieren kann.

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Umstiegstagebuch von Windows auf Mac – Teil 5

Gestern begann ich mit einer kleinen Review der Shortcuts in Mac OSX. Heute machen wir genau da weiter, wo wir gestern aufgehört haben, also schnallt euch wieder an!

Shortcuts – Fortsetzung

Der wohl wichtigste Shortcut ist gleichzeitig auch der nervigste: CMD + Q. Hiermit “quittet” man ein Programm, man beendet es also. Dummerweise entspricht CMD wie gesagt Alt auf Windows-Rechnern und mit Alt Gr + Q fügt man bekanntermaßen ein “@” ein. Mein Counter versehentlicher Programm-Abschüsse, weil ich eigentlich eine E-Mail Adresse eingeben wollte, ist mittlerweile bei (meiner Ansicht nach sogar noch recht erträglichen) 9 angekommen. So fluchte ich zuletzt sogar schon nicht mehr pauschal, wenn es mir passiert; im Gegenteil, ich lachte darüber und nahm mir vor, nicht doch noch zweistellig zu werden.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist das Verhalten beim Schließen des letzten Programmfensters (Programmfenster werden mit CMD + W geschlossen – das gilt z. B. für eine E-Mail in Apple Mail, die man doppelt angeklickt hatte, um sie besser zu lesen; Esc, was sonst bei Windows für derartige Unterfenster genutzt wird, funktioniert hier häufig nicht). Das Programm ist dann weiterhin aktiv, hat aber kein “sichtbares” bzw. “aktives” Fenster mehr. Selbst wenn man nun per CMD + Tab auf das jeweilige Programm wechselt, sieht man zunächst gar nichts.
Hier kann man sich behelfen, indem man das jeweilige Programm anwählt und während man noch CMD gedrückt hält, auch Option drückt. Anschließend kann man CMD loslassen und das Programm öffnet sich dann mit einem neuen aktiven Fenster. Die Knoten in meinen Fingern werde ich mir wohl mal von einer geschickten Therapeutin entwirren lassen müssen, aber immerhin kriege ich das gewünschte Ergebnis zustande…

Nett wiederum finde ich, dass man ein Programm noch in der “Anwahl” (also während man noch CMD hält und das jeweilige Programm mit Tab angewählt hat) beenden kann (mittels einem Druck auf die Taste “Q”, was logisch ist, da ja CMD + Q das Programm sowieso tötet). Es gibt noch viele weitere dieser kleinen Spielereien (z. B. “H” zum Minimieren von Programmen in der Voransicht – sehr nützlich, um GIMP Fokus zu entziehen, weil es sonst immer andere Programme überlagert), die mir sehr gut gefallen und bei denen man sich offensichtlich wirklich so einiges gedacht hat.
Obwohl ich ein Händchen für Shortcuts habe, schon sehr viel Zeit in das Googeln aller möglichen Mac-Shortcuts investiert habe und auch munter herum experimentiere, weiß ich bei vielen Programmen leider noch nicht genau, wie ich meine Arbeitsweise mit Hilfe eines Shortcuts beschleunigen kann. Hier werde ich wohl erst in den kommenden Wochen sehen, wie viel man beim Mac wirklich ohne das Touch Pad auskommt, doch ich mache zumindest stetig Fortschritte.

Zuletzt möchte ich an dieser Stelle noch auf Sonderzeichen, wie “[“, “]” oder eben auch “@” und “€” eingehen. Diese liegen auf den Mac-Tastaturen an anderen Stellen und da ich insbesondere die “Square Brackets” (“[” und “]”) häufiger mal benötige, finde ich das nicht allzu angenehm. Ich musste jedoch auch hier feststellen, dass ich sehr viel anpassungsfähiger bin als mir zunächst selbst bewusst war bzw. der Mensch im Allgemeinen. Überschätzt diese kleine Hürde also nicht und lasst euch davon nicht abschrecken bzw. sie zu sehr eure Entscheidung eines möglichen Umstiegs beeinflussen. Ihr kommt damit zurecht, glaubt mir.

Anpassungszeit: 7+ Tage (grobe Schätzung; ich habe es nach 4 Tagen jedenfalls noch nicht perfekt drin, das ist allerdings auch nicht allzu verwunderlich, wenn man bedenkt, wie viele Jahre ich mit Windows gearbeitet habe)
Meinung: Ich mag es, dass man größtenteils versucht, einheitliche Shortcuts zu nutzen (beispielsweise CMD + , für Optionen und Einstellungen des jeweiligen Programms). Schade ist wiederum, dass das noch nicht ganz so gelingt, wie ich mir das ursprünglich gedacht hatte. Hier handelt es sich schlichtweg um die größte Hürde bei der Umstellung, doch auch diese lässt sich, wie sich bereits abzeichnet, meistern.

Fazit

Nach nur 4 Tagen saßen die wichtigsten Handgriffe bereits sehr gut und ich hatte für die meisten Programme auch schon die abweichenden Shortcuts verinnerlicht. Ich bin selbst davon überrascht, wie wenige versehentliche Programmabschüsse ich durch CMD + Q bisher verursacht habe, wobei es hier natürlich noch jede Menge Steigerungspotenzial gibt.

Von dem gesamten “so viel einfacher zu bedienen” bzw. “ease of use”, was man dem Mac nachsagt, habe ich bisher noch nicht allzu viel bemerkt – dafür beherrschte ich wohl Windows schlichtweg zu gut, als dass mich einige Sachen ernsthaft gestört oder länger aufgehalten hätten.
Oder anders gesagt: Alles, was andere Leute an Windows üblicherweise stört, weil es zu viele Klicks erfordert, um es einzustellen, habe ich mit wenigen Shortcuts erledigt. Entsprechend gab es für mich sehr wenige Gründe, mich über Windows zu beklagen.

Die gesteigerte Performance hingegen ist für mich ein ECHTES Plus. Leider gewöhnt man sich immer so schnell und leise an Neuerungen, insbesondere Verbesserungen, und nimmt diese als gegeben hin. So musste ich mir gestern selbst ganz bewusst vor Augen halten, dass ich während meiner rund 8 Stunden, in denen ich nahezu ununterbrochen am Rechner saß, nicht einmal auf meinen Rechner “warten musste”. In starkem Kontrast hierzu sind meine letzten Arbeitstage mit Windows verlaufen – hier schaute ich dem Rechner regelmäßig (verzweifelt) beim Einfrieren zu – egal ob gerade E-Mails von einem (imap) Postfach in ein anderes verschoben wurden oder ob man halt mal ein paar Tabs zu viel im Browser offen hatte. Das ist mir bisher komplett erspart geblieben und sollte mir das wirklich dauerhaft, also insbesondere über die Dauer eines vollen Jahres hinaus, auch ohne Neuaufsetzen des Rechners, erspart bleiben, so rechtfertigt dieser enorme Zeitgewinn (wir sprechen hier von rund 10 Minuten pro Tag) allein schon den höheren Preis des Apple-Geräts.

Ich bin also keinesfalls (schon jetzt) ins Lager der blauäugigen Apple-Fanboys gewechselt, da ich nach wie vor Windows-Funktionen vermisse. Allerdings sehe ich durchaus Potenzial für die Windows-Alternative, mich langfristig als glücklichen Kunden zu gewinnen. Die Zeit wird zeigen, ob sich die anfänglich etwas höhere Investition am Ende ausgezahlt hat und ich bin wirklich auf das Ergebnis gespannt, wobei mir natürlich bewusst ist, dass es sich aktuell noch in weiter Ferne befindet.

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Umstiegstagebuch von Windows auf Mac – Teil 4

Gestern ging es im dritten Teil meines Umzugs-Tagebuchs unter anderem um meine Probleme mit Outlook sowie um den Apple Finder. Heute werfen wir einen Blick auf meinen Lieblingsbrowser Firefox!

Firefox

Mein Firefox auf Windows funktionierte mittlerweile schon seit Jahren nicht mehr richtig. Mir war es beispielsweise nicht möglich, einen Beitrag auf einer nicht-Facebook-Seite zu “liken” (mit dem Facebook Like Button). Es öffnete sich immer ein kleines Fenster, dort sollte ich mich einloggen, anschließend schloss es sich, der Beitrag war kurz geliked, dann aber direkt wieder nicht mehr.
Das Fenster öffnete sich automatisch erneut und es kam zur Endlosschleife. Wüsste ich nicht, dass man derartige Anfragen mit Esc schnell beenden kann, so würde ich meinem Rechner evtl. heute noch zusehen, wie er ein kleines Firefox-Fenster öffnet und wieder schließt und ein Like-Button kurz als “geklickt” gilt und dann im direkten Anschluss doch wieder nicht mehr.

Auf dem neu aufgesetzten Mac gab es dieses Problem nicht – ich kann also endlich auch mit Firefox wieder richtig Facebook nutzen (übrigens brachten alle Updates, Reinstalls und der Umstieg auf den alternativen Firefox “Nightly” alle nicht den gewünschten Erfolg). Leider ging mir dafür eine andere Funktionalität flöten – das Absetzen von Beiträgen in Foren mittels Alt + S. Dazu war zwar auch auf Windows-Systemen ein kleiner Eingriff in die Config (about:config in der URL-Leiste eingeben) nötig, doch im Anschluss ersparte mir dies viel nervige Klick-Arbeit im Firefox.

Auf dem Mac ist der “Hotkey” für derartige Aktionen, wie sich nach einiger Recherche herausstellte, standardmäßig Option UND Function (oder so). Hier griff ich erneut in die Config ein, änderte ui.key.chromeAccess sowie ui.key.contentAccess jeweils auf den Wert 2 ab und nun kann man mit Hilfe von Ctrl + S Beiträge in Foren absetzen oder auf Facebook mit Ctrl + 1 auf den “Home Stream” (mit Ctrl + 2 auf das eigene Profil, usw. – auf Windows-Rechnern, in denen Firefox korrekt konfiguriert ist, ist dies analog mit Alt + 1, usw. möglich).

Umgewöhnungszeit: 1 Stunde (einige leicht geänderte Shortcuts, wie der abweichende Wechsel zwischen Tabs)
Meinung: Der Browser funktioniert endlich wieder richtig. Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, dass man mit Ctrl + Tab zwischen den offenen Tabs wechselt, diese aber nicht mit Ctrl + W schließt (dies geht mit CMD + W). Außer diesen Umgriffen auf der Tastatur läuft aber alles wie geschmiert. Der Browser hängt darüber hinaus nicht ständig, selbst wenn mal ein paar Tabs offen sind. Von daher bin ich hier mit am glücklichsten über den Umstieg!

Shortcuts und Bedienung mit der Tastatur im Allgemeinen

Nun folgt noch die Königsdisziplin. Loben muss man Apple hier dafür, dass es einheitliche Shortcuts in den meisten, wenn auch nicht ganz allen Programmen gibt. Interessanterweise schließt dies sogar Apple-Software mit ein – wer einen Beweis benötigt, der sollte mal mit CMD + F, das sonst systemweit für “Suche” reserviert ist, versuchen, in iTunes einen Titel zu finden (korrekt wäre hier: CMD + Option + F). Genauso unsinnig finde ich, dass man einen Kalendereintrag im Kalender genauso wie einen Kontakt unter den Kontakten mit CMD + I “ansieht”, während man den Kalendereintrag mit CMD + E (wie edit) bearbeitet, den Kontakt aber mit CMD + L. Trotz dieser Ausnahmen herrscht hier bei Windows noch sehr viel mehr Chaos. Darüber hinaus kann man die Tastaturbelegung frei in der Systemsteuerung ändern, ein absolut riesiges Plus (meine Kontake bearbeite ich z. B. mit CMD + E)! Bedenken sollte man jedoch, wenn man zu viele derartige Anpassungen vornimmt, dass man mit fremden Macs nicht allzu glücklich werden wird.

Durch meinen Shortcut-Wahn sind mir noch weitere Kuriositäten aufgefallen: So habe ich beispielsweise eingestellt, dass ich Fenster mit CMD + Shift + Z “zoomen”, also vergrößern, kann. Seltsamerweise heißt der Begriff jedoch im ersten Programm “zoom”, im nächsten “Fenster zoomen” und im dritten dann “zoomen” (möglicherweise gibt es dieses Problem bei den englischen Versionen nicht). Abhilfe schafft hier das Erstellen von gleich 3 Shortcuts, die dann eben jeweils “zoomen”, “zoom” oder “Fenster zoomen” ermöglichen und die ALLE mit CMD + Z ausgelöst werden. Eine Warnung, dass es hier zu einer Überschneidung bzw. einem möglichen Konflikt kommt, gab es nicht und bisher verhielten sich wirklich ausnahmslos alle Programme so, wie ich mir das nach Betätigen dieses Shortcuts wünschte.

Ungewohnt für Windows-User ist die Unterscheidung zwischen Programmen und einzelnen Fenstern innerhalb eines Programms. Ein Beispiel: Ich schreibe eine neue E-Mail in Outlook. Auf meinem Windows-Rechner kann ich nun mit Alt + Tab SOWOHL das E-Mail Fenster, in dem ich diese weiter bearbeiten kann ALS AUCH Outlook selbst auswählen und dem jeweiligen Programm / Fenster Fokus geben.
Beim Mac kann ich LEDIGLICH Outlook Fokus geben und dann ist das Fenster im Vordergrund, das ich zuletzt nutzte. Dadurch ist eine allzu überladene Alt + Tab Übersicht quasi unmöglich. Nachteil: Habe ich keine Ahnung, wie der Mac arbeitet, so kann ich mitunter nicht auf das Fenster zugreifen, auf das ich gerade zugreifen möchte.

Abhilfe schafft hier entweder ein “3 Finger Swipe” nach unten (durch den alle Fenster eines Programms sehr übersichtlich nebeneinander präsentiert werden und dann kann man das jeweils gewünschte Fenster mit einem Klick auswählen) oder der Shortcut CMD + < bzw. CMD + >, um durch die einzelnen Fenster einer Anwendung durchzuwechseln.
Ich persönlich fand diesen Shortcut schlecht und habe ihn mit Option + Tab überschrieben, so dass ich jetzt mit CMD + Tab zwischen Anwendungen und mit Option + Tab zwischen den Fenstern einer Anwendung wechseln kann – ein sehr logisches Verhalten, das ich so nur empfehlen kann.

Der vielleicht größte Vorteil ist, dass das Beenden einer Anwendung (CMD + Q) auch wirklich das Beenden der jeweiligen Anwendung zur Folge hat. Das klingt erst mal seltsam, weil das doch eigentlich genau das ist, was auch bei Windows-Rechnern passieren sollte, wer jedoch häufiger mit Outlook oder auch Firefox gearbeitet hat und nach Beendigung der Programme einen Blick auf den Task Manager warf, der weiß, dass mitunter schon mal 5 Minuten vergehen, bis diese auch wirklich beendet sind. Dieses Problem ist mir auf dem Mac noch nicht unter gekommen.

Da ich wohl tagelang über Shortcuts, deren Verwendung sowie Sinn und Unsinn schreiben könnte, machen wir hier erstmal einen kleinen Break, bevor es dann morgen mit dem voraussichtlich letzten Teil dieser Blog-Serie weitergeht.

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Umstiegstagebuch von Windows auf Mac – Teil 3

Gestern ging es in Teil 2 meines Umzungstagebuchs um Layout sowie allgemein um das Thema Tastatur sowie das Verhalten von iTunes. Heute machen wir mit dem nächsten Schwung an Programmen weiter!

Outlook

Problemkind 2 ist Outlook, von dem ich mir offen gesagt sehr viel mehr versprochen hatte. Ich arbeite mit diesem Programm seit nunmehr 8 Jahren und ich bin ursprünglich nicht davon ausgegangen, dass es einerseits so viele Zicken macht und andererseits so furchtbar bis überhaupt nicht in die Apple-Umwelt eingepflegt ist.

Eine Synchronisation über iCloud, die auf Windows mit Outlook übrigens möglich ist, funktioniert auf dem Mac nicht. Ich habe keine Ahnung, ob Microsoft nicht will, dass ihre Software auf dem fremden Betriebssystem nicht mit dem fremden Synchronisationsservice funktioniert, allerdings erscheint das etwas abwegig angesichts der Tatsache, dass es auf Windows ja auch klappt…
Vielleicht ist auch Apple hier schuld und stellt keine ausreichenden Schnittstellen zur Verfügung. In jedem Fall ein sehr nerviges Programmverhalten, das sowohl den Kalender als auch die Kontakte direkt etwas weniger nützlich macht.

Ohne Kontakte ist dann Outlooks E-Mail Funktion auch direkt weniger attraktiv. Erschwerend kommt hinzu, dass gleich mehrere der Mac-typischen Shortcuts nicht in Outlook bzw. jeglicher Microsoft-Software funktionieren. So ist in Excel die Ctrl-Taste der beste Freund des Users, genau wie bei Windows. Dass diese Taste sonst quasi systemweit üblicherweise von CMD ersetzt wird, lässt man hier offenbar bewusst außer Acht. Das sorgt dann dafür, dass man in Excel den Inhalt einer Zelle mit CMD + C kopiert und woanders mit CMD + V einfügt. Will man aber von einem Blatt in ein anderes wechseln, so muss man FN (Function) + Ctrl + Pfeil hoch oder Pfeil runter drücken. Sehr viel logischer wäre, wenn das mit FN (Function) + CMD + Pfeil hoch funktionieren würde. Nur eines von vielen Beispielen für das außergewöhnliche Verhalten der MS Software.

Es ist nicht möglich, in Outlook zu scrollen. So befindet man sich beispielsweise auf der Monatsübersicht im Kalender und die 2 Finger Scroll-Geste hat keinerlei Auswirkungen. Ja, er blättert um, wenn man weit genug nach rechts oder links im Kalender geswiped hat, ich wünsche mir aber eigentlich, dass der Kalender flüssig scrollt, wie er das auch bei Windows tut, wenn ich auf meinem Touch Pad am rechten Rand vorsichtig nach unten swipe.

Ich habe mir bereits eine Drittanbieter-Software geholt, die zwar die Synchronisation der iCloud Kontakte mit den “lokal gespeicherten” auf Outlook ermöglicht, dadurch werden aber mitunter Duplikate auf dem iPhone erstellt, da es auf beide Quellen (lokal & iCloud) zugreift und hierbei handelt es sich um ungewünschtes Verhalten. Sowieso möchte ich eigentlich nicht den umständlicheren Weg über irgendeine andere Software gehen und beispielsweise einen Kontakt auf dem iPhone editieren, der dann automatisch auch auf dem Mac geändert erscheint. Selbiges gilt für Termine.
Diese Software läuft darüber hinaus ständig im Hintergrund, generiert mehrere Threads und verbraucht Speicher – alles Blödsinn, der die Batterielaufzeit herunter zieht und nicht notwendig ist, wenn man sich anderer Software bedient.

Sollte ich hier nicht noch eine bessere Lösung finden, so werde ich wohl kurz über lang nahezu zwangsweise auf Apple Mail (oder Thunderbird) umsteigen. Dort sind meine imap Postfächer bereits hinterlegt und bei der Account-Einstellung zeigten sich auch wieder die größeren Unterschiede zwischen Microsoft und Apple.
Während ich bei Outlook bei jedem Account zunächst die Daten angeben und dann noch mal in die Konfiguration musste, um weitere wichtige Einstellungen zu treffen (beispielsweise das regelmäßige Löschen der E-Mails, die in den Ordner “gelöschte Objekte” verschoben wurden), hatte Apple Mail hier bei jedem Postfach bereits sinnvolle Voreinstellungen getroffen, die ich gar nicht ändern wollte.

Während sich das Formatieren von Signaturen bei Outlook mittlerweile traditionell als Graus darstellte (es gibt an und für sich keine Möglichkeiten der Textformatierung, außer man markiert den Text und macht dann einen Rechtsklick), bot Apple Mail die Option, die Standard-Schriftart für Signaturen per Mausklick zu übernehmen. Eine sehr angenehme Arbeitserleichterung, denn während einige Outlook-Signaturen nach wie vor seltsam anmuten, sind alle Signaturen in Apple Mail schlichtweg “hübsch”.

Unter dem Strich sprechen für Microsoft mehr Anpassungsmöglichkeiten (so kann ich hier wirklich frei definieren, WELCHER Ordner für die “gesendeten Objekte” verwendet werden soll, insbesondere auch “Sent Items”, während Apple Mail standardmäßig einen “Gesendet” Ordner anlegt, der sich nun mit “Sent Items” nicht so gut verträgt), während Apple sich schlichtweg “einfacher” präsentiert und dem Benutzer jede Menge Entscheidungen abnimmt. Dafür kann man aber auch nicht alles von Haus aus so umgestalten, wie man sich das wünscht.

Weiteres Ärgernis ist das Anwählen einer anderen Signatur beim Verfassen einer E-Mail (ich habe beispielsweise eine deutsche Standardsignatur sowie eine alternative englische Signatur, wenn ich amerikanischen Geschäftspartnern antworte). Während hier im Windows Outlook die bisherige Signatur ersetzt wird, bleibt sie beim Mac Outlook bestehen und wird um die andere Signatur ergänzt. Dadurch ist immer weiterer Aufwand vonnöten, um die E-Mail auch so hin zu bekommen, wie man sie sich eigentlich gewünscht hat.

Anpassungszeit: Nach 3 vollen Tagen war ich immer noch nicht glücklich mit der Verhaltensweise des Programms.
Meinung: Ich bin ehrlich von Outlook enttäuscht und hatte mir hier schlichtweg mehr erhofft.

Finder

Mit die größte Umstellung für Windows-User ist der “Apple Explorer” Finder. Will man hier ein Unterverzeichnis betreten und drückt man Return, so kann man im Folgenden das Verzeichnis umbenennen. Um es zu betreten, muss man schon CMD + Pfeil nach unten drücken.
Das ist insofern konsequent, als dass man beim Windows Explorer eine höhere Verzeichnisebene anwählen kann wenn man Alt (entspricht CMD bei Windows) + Pfeil nach oben drückt. Hier geht es eben in beide Richtungen. Daran gewöhnt man sich halbwegs schnell und das bereitet dann auch keine allzu großen Probleme mehr (User, die nicht so auf die Tastatur fixiert sind, wie ich, klicken sich sowieso überall hin durch und die merken hiervon gar nichts).
Nett sind die Hotkeys für häufig verwendete Verzeichnisse, wie CMD + Shift + H, was in etwa “home” entspricht, also dem “heimischen” Ordner des jeweiligen Users (in dem dann z. B. “Dokumente”, “Musik”, usw. liegen).

Ich hatte jetzt auch einige Stimmen in Foren gehört, in denen man sich darüber beklagte, dass ein “Ausschneiden” und anschließendes “Verschieben” von Dateien im Finder nicht möglich wäre. Das ist so nicht richtig, man muss lediglich die Datei erst kopieren (CMD + C) und sie anschließend mit CMD + Shift + C einfügen. Dann wird die Ursprungsdatei gelöscht. Alternativ ist natürlich auch der “Umweg” über die Maus möglich, hier kann man die Datei dann Per Drag & Drop (und gehaltener CMD-Taste, wenn ich mich nicht irre) in das Zielverzeichnis verschieben (und nicht kopieren).

Anpassungszeit: < 1 Tag
Meinung: Etwas gewöhnungsbedürftig, aber das Programm bringt dafür eigene Vorteile mit. Von daher also vollkommen in Ordnung!

Damit sind wir auch heute wieder am Ende angekommen. Morgen werfen wir einen Blick auf den von mir bevorzugten Browser Firefox und kommen dann endlich auf das Thema Shortcuts zu sprechen!

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Umstiegstagebuch von Windows auf Mac – Teil 2

Solltet ihr direkt über das Web in diesem Artikel gelandet sein, so findet ihr hier Teil 1 meines kleinen Umzugstagebuchs!

Tastaturlayout

Um hier direkt mal klare Verhältnisse zu schaffen: Ich kaufe eigentlich keine Windows-Rechner, bei denen die Fn (Function) Taste ganz unten links ist. Leider hat man bei Apple einerseits keine Wahl und andererseits verhalten sich die wichtigsten Tasten (Ctrl, Option / Alt und Command / CMD) sowieso komplett anders. Von daher muss man hier also zwangsläufig “in den sauren Apfel beißen” (pun intended!).

Die einzeln gesteckten Tasten lassen die Tastatur hochwertig wirken, jedoch hatte ich eine ähnlich hohe Verarbeitungsqualität auch bei meinem letzten Windows-Laptop, einem Samsung Q330 sowie bei dessen Vorgänger, einem Sony Vaio sonstwas.
Der Anschlag der Tasten ist etwas härter als beim Samsung-Rechner, was ich etwas schlechter finde, jedoch kann man noch nicht von “unangenehm hart” sprechen. Aus Erfahrung weiß ich, dass man sich daran schnell gewöhnt.
Größter Störenfried ist für mich der Block mit den Pfeiltasten, die leider etwas klein ausfallen. So habe ich zwar sehr kleine Finger, jedoch erfordern die Tasten aufgrund ihrer Anordnung (Pfeil nach oben direkt über der Pfeil nach unten Taste) einige Verrenkungen, wenn man beispielsweise Text markieren will und dabei wortweise springt (das heißt übersetzt: Shift und gleichzeitig Option halten, während man mit den Pfeilen nach links oder eben rechts springt und ja, das ist sehr sinnvoll und daher solltet ihr das ruhig auch häufiger mal probieren!).

Umgewöhnungszeit: 3 Tage, bis man wirklich drin ist
Meinung: Die Tastatur erfüllt in jedem Fall ihren Zweck. Ich würde mir zwar nach wie vor wünschen, dass Function nicht der äußerste Knopf und auch ein etwas großzügigerer Pfeil-Block käme mir entgegen, ansonsten habe ich aber keine Beanstandungen.

Anwendungen

Das Installieren von Anwendungen ist zunächst leicht gewöhnungsbedürftig. Üblicherweise kommen diese in “dmg” Paketen daher, die der Rechner im Anschluss “mountet”, also wie ein eigenes Image / eine eigene Festplatte behandelt (ein innerer Reflex erschwerte es mir anfangs immer, “damage”-Dateien auf meinen Rechner zu ziehen, doch selbst davon schreckte ich schnell nicht mehr ab).
Von diesem jeweiligen Image aus startet man dann im Normalfall die Installation der “app” / “application”, was einem Verschieben der app-Datei in den Programmordner gleichkommt. Bei einigen Programmen werden offenbar im Library -> Resources Verzeichnis noch mal zusätzliche Ordner angelegt, in denen dann Daten des jeweiligen Programms landen.

Apple ist allgemein sehr groß, was drag & drop betrifft und so legt man es dem User auch hier schon nahe, mit der Maus zu arbeiten. Neulinge, die bisher kaum an Rechnern gearbeitet haben, kommt das zugute, da es eine sehr intuitive Art der Bedienung ist; Vollprofis, die üblicherweise Verschiebe-Aktionen über Tastatur-Shortcuts lösen, nervt das ein klein wenig. Jedoch habe selbst ich mich mittlerweile sehr gut an das Apple Touch Pad gewöhnt und benutze es hin und wieder lieber als einen Shortcut – ein größeres Lob für dieses Bedienelement gibt es eigentlich nicht.

Anpassungszeit: 1 Stunde
Meinung: Interessante Umsetzung. Für mich wird wohl relevanter sein, wie es sich mit gelöschten Programmen verhält – hinterlassen diese wie bei Windows häßliche Spuren und verlangsamen sie das System im Anschluss oder sind sie dann wirklich weg?! Das wird uns dann wohl nur die Zeit zeigen.

iTunes

Problemkind 1 war für mich Apples eigenes iTunes. Dieses stellte meine bereits getätigten Käufe im AppStore nicht von sich aus wieder her, obwohl ich mich mit meiner ID eingeloggt hatte. Mittlerweile habe ich zwar den “Gekaufte Artikel” Link in der Fußleiste von iTunes, wenn man sich im iTunes Store befindet, gefunden, im ersten Moment war ich dafür aber wirklich zu blind und habe stattdessen die wichtigsten App noch mal einzeln angewählt und herunter geladen.
Logischerweise war eine erneute Zahlung der jeweiligen Preise nicht erforderlich, unabhängig davon war dieses Verhalten aber trotzdem sehr nervig, doch wie gesagt, ich war einfach zu blind. Noch ärgerlicher wurde es jedoch erst im nächsten Schritt: Der Synchronisation mit dem iPhone. Hier wurden zunächst alle Apps vom Telefon gelöscht, die iTunes aktuell noch nicht geladen hatte (da ich diese noch nicht alle neu herunter geladen hatte). Das entsprach ca. 70 %.

Anschließend lud ich wie gesagt die Apps erneut einzeln herunter und dann konnten diese auch erfolgreich wieder auf’s Telefon überspielt. So funktioniert nun zwar wieder alles wie gewohnt, mir ging aber einerseits vollkommen unnötig einiges an Zeit verloren und andererseits mussten so einige Apps erneut initialisiert werden (PIN-Eingabe bei Touch & Travel, usw.), was mir auch wenig Freude bereitete. Ich weiß nicht sicher, ob sich das vermeiden lässt, wenn man erst alle Artikel wiederherstellt oder ob das bei der Sync des iPhones mit einem neuen Rechner immer geschieht.

Weitere seltsame Verhaltensweise von iTunes ist das krampfhafte Beibehalten von Fokus in der Suchleiste, selbst wenn ich schon sonstwohin geklickt habe und / oder Esc drückte, um der Suchleiste Fokus zu entziehen. Das hat mitunter bizarre Folgen, beispielsweise lassen sich keine Lieder aus der Mediathek löschen, da das Programm in der Suchleiste “fest hängt”. Reboots dieses Programms bringen hier auch nicht (immer) den gewünschten Effekt. Alles sehr seltsam, aber mit sehr viel Herumprobieren klappt es dann doch immer wieder. Darüber hinaus schien dieser Fehler auch nur anfangs aufzutreten, zuletzt musste ich jetzt nicht mehr damit kämpfen (evtl. hat ein Systemupdate inzwischen Abhilfe geschafft).

Unter dem Strich ein etwas enttäuschender Einstieg in diese Kategorie und hier kann ich auch gar keine “Umgewöhnungszeit” definieren – hätte iTunes dauerhaft solche Zicken gemacht, so hätte ich mich wohl nie daran gewöhnt. Mittlerweile läuft es aber dann doch wie es soll und ersetzt mein geliebtes Winamp, das auf dem Mac leider überhaupt nichts taugt.

Morgen schauen wir uns dann die Microsoft-Software auf dem Mac an, insbesondere Outlook!

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Umstiegstagebuch von Windows auf Mac – Teil 1

Wer mir halbwegs aufmerksam auf Facebook folgt, sollte bereits mitbekommen haben, dass ich in der vergangenen Woche den Sprung von Windows auf Mac gewagt habe. Ich fragte nach, ob Interesse an einer Art “Umzugstagebuch” bestünde und immerhin einige Freunde erklärten, dass sie durchaus Lust hätten, einen derartigen Erfahrungsbericht zu lesen – dieser mehrteilige und “kleine” Blog-Eintrag ist das Ergebnis dieser Wünsche. Morgen folgt dann bereits Teil 2!

Hintergrund:

Von mir benutze Laptops haben eine Halbwertszeit von 1 Jahr. Mein absoluter Rekord in Hinblick auf die Nutzung eines Geräts sollte ca. 2,5 Jahre betragen, danach war die Maschine aber auch wirklich “kaputt gearbeitet” – der Bildschirm ging nicht mehr und sie musste an einen externen Monitor angeschlossen werden, um weiterhin damit “arbeiten” zu können. Arbeiten wurde hier ganz bewusst in Anführungszeichen gesetzt, denn meine Produktivität geht üblicherweise ab dem 2. Jahr der Benutzung stark zurück. Auf den von mir genutzten Laptops sind bis dahin so viele Programme de- bzw. installiert worden, dass er gefühlt aus der Gerätegeneration von vor 10 Jahren entstammt.

Ja, mir ist bewusst, dass man einen Rechner auch vollkommen neu aufsetzen kann, um sich zumindest dieses Problems zu entledigen, doch üblicherweise halte ich dann lieber noch die nächsten 6 – 9 Monate irgendwie aus, nur um mir dann wieder einen neuen Laptop zu holen.

Im krassen Kontrast zu meiner bewussten Inkompetenz in Bezug auf das Neuaufsetzen von Rechnern (bzw. dem regelmäßigen Anlegen von Backups – auch das hat mich schon mal ordentlich Nerven und leider auch Geld gekostet) steht meine Art der Benutzung. Hier darf ich mich tatsächlich als Vollprofi bezeichnen, da es auf einem Windows-Rechner kaum etwas gibt, das ich nicht weiß. Ich schreibe mit 600 Anschlägen pro Minute und ich kenne nahezu alle irgendwie gängigen Shortcuts auswendig.
Ich bearbeite Formeln in Excel mit einem Klick auf F2 (anstatt beispielsweise die Zelle erst mühsam mit dem Mauszeiger auszuwählen und darauf zu klicken), ich lege neue Ordner im Explorer mit Alt -> F -> W -> F an (Alt gibt Fokus auf die Menüleiste, F wählt “File” aus, “W” ist bei “New” hinterlegt und das letzte F veranlasst den Rechner dazu, ein “Folder” anzulegen; sollte ich auf einem deutschen Rechner arbeiten, so nutze ich Alt -> D (Datei) -> N (Neu) -> O (Ordner)), ich schließe Fenster quasi ausnahmslos mit Alt + F4 (oder manchmal Esc, falls es das jeweilige Programm erlaubt) und ich sende Forenposts mit Alt + S ab. Ja, ich kenne sie wohl wirklich alle und hier wurden nur einige der “gängigeren” aufgezählt. Aus diesem Grund verweigere ich grundsätzlich auch die Verwendung einer Maus und arbeite ausschließlich mit dem Touch Pad.

Ich nutze meinen Rechner im Schnitt 10 Stunden pro Tag. Ich bin beruflich auf meinen Rechner angewiesen und der Großteil meiner liebsten Freizeitbeschäftigungen spielt sich ebenfalls auf meinem Laptop bzw. dem angeschlossenen Beamer (der Laptop liefert in dem Fall die Unterhaltung) ab.

Insbesondere meine “Abhängigkeit von Shortcuts” hat mich bisher immer davon abgehalten, den Wechsel von Windows zu Apple zu vollziehen. Und dies trotz der größtenteils sehr positiven Meinungen der Fangemeinde gegenüber den Produkten; Aussagen, wie “ich nutze mein MacBook bereits seit 5 Jahren” sind mir mehrfach untergekommen und ich musste ehrlich zugeben, dass mich allein schon die Aussicht sehr begeisterte oder zumindest hoffen ließ.

Darüber hinaus hörte ich sehr häufig, dass ein Neuaufsetzen des Rechners bei Macs quasi entfällt. Zwar kam mir vereinzelt zu Ohren, dass es durchaus helfen kann, diesen Schritt mal zu vollziehen, doch anders als bei Windows wird der Rechner nicht “nahezu unbrauchbar”, wenn man ihn nicht regelmäßig neu aufsetzt.

Damit wisst ihr ausreichend viel über mich und meinen Hintergrund, um die folgenden Einschätzungen besser nachvollziehen zu können.

Das Touch / Magic Pad

Heute, im ersten Teil dieser Blog-Serie, fange ich mit einem der Kronjuwelen von Apple-Laptops an: Dem Touch Pad. Ich hatte mit Hilfe der guten Treiber, die auf den meisten Windows-Rechnern installiert sind, schon sehr viel aus meinen bisherigen Touch Pads heraus geholt; scrollen durch Auflegen des Fingers auf den äußersten Rändern am rechten bzw. unteren Rand gehört zum Standard-Repertoire, meine Touch Pads konnten aber auch immer Fenster wiederherstellen / vergrößern, wenn man genau in die Ecken tippte, usw.

Trotzdem ist all das nichts gegen Apples Touch Pad. Beschäftigt man sich ein wenig mit der Gestensteuerung und probiert ein wenig aus, so geht dieses Element sehr, sehr, sehr schnell in Fleisch und Blut über. Auch an die Scrollrichtung, die für Windows-Nutzer erst mal “entgegengesetzt” erscheint (man bewegt die Finger nach oben, um nach unten zu scrollen), gewöhnt man sich nach sehr kurzer Zeit. Oder, um hier mal sehr konkret zu werden: Nach spätestens 2 Tagen der Benutzung.

Für mich ungewöhnlich war ebenfalls das “Klicken”, da man hier mit dem Finger RICHTIG aufdrücken muss, während meine Windows-Rechner immer so konfiguriert waren, dass man das Touch Pad wirklich nur antippen musste, um einen Klick zu simulieren. Dieses Verhalten kann bei Apples Touch Pads zwar auch eingeschalten werden, jedoch WILL man das nicht, da das Standard-Verhalten besser ist. Ja, das Touch Pad ist dermaßen gut.

Anpassungszeit: Max. 2 Tage (für “normale Benutzung” ohne Gesten reichen 2 Stunden)
Meinung: Fantastisch!

Das schließt auch schon den ersten Teil der kleinen Serie ab. Schaut morgen wieder rein, um etwas mehr über das Tastaturlayout zu erfahren!

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