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Rufnummernmitnahme? Nicht bei e-plus

Ich habe nach mehr als 10 Jahren meinen Handyanbieter gewechselt. Nachdem mich die Telekom meiner Ansicht nach lange genug ausgenommen hatte und ich mir in regelmäßigen Abständen nervige Vorwürfe von Freunden gefallen lassen musste, in denen man mir erklärte, WIE unverschämt teuer mein Telefonvertrag doch ist (meist wurde dabei nicht miteinberechnet, dass ich mit meiner monatlichen Gebühr auch das iPhone mitbezahle, weil sich die jeweiligen Diskussionspartner vehement weigern, das als Argument anzuerkennen, immerhin “gibt es ja auch günstige Alternativen” von HTC & Co.), dachte ich mir jetzt ebenfalls, es reicht dann doch mal und so habe ich einen Business-Vertrag bei BASE abgeschlossen.

Prinzipiell klang das alles fast zu gut, um wahr zu sein. Ich kenne es sonst eigentlich nur so, dass man als Selbstständiger mehr bezahlen muss – z. B. bei der Bank… aber offenbar war das Angebot durchaus “ernst gemeint” und so sollte ich zukünftig mal keine rund 40,- € mehr pro Monat zahlen, sondern nur noch etwas weniger als 20.

Für mich war neben dem deutlich günstigeren Tarif eigentlich nur ein einziges Argument entscheidend: Ich MUSS meine Rufnummer mitnehmen. Ich habe die Nummer logischerweise seit 10 Jahren, sie steht auf zahlreichen Visitenkarten, die ich in den vergangenen Monaten heraus gegeben habe, und davon abgesehen habe ich auch schlichtweg überhaupt keine Lust, mir eine neue Nummer merken zu müssen. Warum auch?!

So kam es zum Vertragsabschluss, der am 17. August, also gestern, starten sollte und man versicherte mir, dass die Rufnummernmitnahme “überhaupt kein Problem sei”, ich müsste nur ein Formular ausfüllen, das ich mit den Vertragsunterlagen bekommen würde und damit wäre das gut. “Keine große Sache”.

“Geht das auch online?” – “Leider nicht.”
(Einschub: Ist ja auch logisch, immerhin bieten Telefonprovider kein modernes, digitales Produkt an, das in den letzten Jahren ständigem Wandel unterlag und entsprechend ergibt es Sinn, Business genauso zu betreiben, wie man das vor 100 Jahren gemacht hat: In Papierform, langsam und mit einem Wort ineffizient.)

Die Unterlagen erhielt ich dann vor rund 8 Wochen, der Schrieb war dabei, der wurde ausgefüllt und eingeschickt. So weit, so gut.

Erste Anzeichen von Überforderung

Vor ca. 4 Wochen kam es dann wieder mal zum Telefonat mit Base / e-plus (ehrlich gesagt war mir bis dahin nicht mal bewusst, dass Base mehr oder weniger nur die Tochter von e-plus ist). Da wurde ich gefragt, ob alles in Ordnung sei, worauf ich antwortete, dass sich das ja nicht so wirklich beantworten lässt, immerhin nutze ich die neue SIM-Karte ja noch nicht, der Vertrag beginnt ja erst am 17.08.
Der Mitarbeiter war verwundert, da sein System ihm offenbar etwas anderes vorgaukelte. Kurzer Check seinerseits ergab dann, dass ich bereits offiziell Kunde im System bin, man mir aber eine Gutschrift für den Zeitraum bis zum 17.08. eingebucht hat, so dass es “so ist als wäre ich erst ab dem 17.08. Kunde”. Damit war ich prinzipiell einverstanden, würde mir das doch nur erlauben, den Vertrag früher zu kündigen…

Jedenfalls kam in dem Telefonat auch das Thema Rufnummernmitnahme zur Sprache und da wurde mir gesagt, dass es normal ist, dass das so “1 bis 2 Wochen” dauert und entsprechend brauche ich mir da keine Sorgen zu machen.

Zu einem etwas späteren Zeitpunkt rief ich dann mal von mir aus beim Kundendienst an, da ich meine SIM nicht aktivieren konnte. Die Online-Oberfläche (man kann manchmal also doch online bei den Telefonanbietern…) sagte mir ständig nur “falsche Geburtsdatum- / Kartennummer-Kombination”, was mich dann doch etwas stutzig machte, immerhin las ich die Kartennummer von einem Zettel direkt vor mir ab und meinen Geburtstag konnte ich mir schon immer ganz gut merken. Jedoch keine riesige Sache, man aktivierte die SIM einfach “händisch” beim Kundendienst. Nach der Rufnummer fragte ich und man beruhigte mich wieder pauschal.

Der Tag des jüngsten Gerichts

Ich machte mir keine Gedanken und so ergab es sich, dass mein Kalender plötzlich 17. August anzeigte und mein Telefon nicht mehr funktionierte. Kein Ding, iPhone SIM Lock per Webseite der Telekom entsperrt, was überraschend einfach funktionierte, e-plus SIM rein, Handy wieder an und go. Dachte ich… denn meine Nummer war nun plötzlich eine häßliche 0163 Nummer.

Ich rief bei e-plus an, wo man mir sagte, dass ich “kein Formular eingeschickt hatte”. Überhaupt wäre das mit der Rufnummernmitnahme ja nicht so einfach, da vergehen schon mal “3 bis 6 Wochen”, bis das funktioniert. Ich war etwas verwundert und versicherte der Dame am Telefon, dass ich das Formular vor mehreren Wochen (ca. 6) eingeschickt hatte. Sie wiederholte, dass ich “kein Formular eingeschickt hatte”. Ich begann, mich aufzuregen.

EINSCHUB: Ich habe schon im Kundendienst gearbeitet. Ich habe sehr gute Freunde, die schon Teamleiter bei telefonischen Kundendienst-Centern waren und entsprechend sagt mir meine Erfahrung, dass es NIEMALS NIE der “Fehler des Kunden” ist, wenn irgendwas schief geht. NIE. Wenn es jetzt um ein Formular geht, das per Post eingeschickt wurde, ist DIE Standard-Antwort für jeden Kundendienst-Mitarbeiter mit 4 Gehirnzellen “Oha, das ging wohl in der Post verloren” oder “Hm, da gab es wohl ein Problem” oder sonst eine semi-kryptische und nichts-sagende Ausrede. Ich werde dem Kunden NIEMALS an den Kopf werfen, dass er Scheiße gebaut hat. Meistens nicht mal dann, wenn ich sogar hundertprozentige Beweise dafür habe, dass der Kunde Scheiße gebaut hat. Beim e-plus Kundendienst hat sich das offenbar noch nicht rum gesprochen…
ENDE EINSCHUB

Ich wiederholte nun in stark ärgerlichem Ton, dass ich das Formular definitiv eingeschickt hatte und dass ich es eine Frechheit finde, dass sie mir unterstellt, dies nicht getan zu haben. Ich versuchte auf eine Lösung hin zu arbeiten, woraufhin sie mir empfahl, das Formular einzuschicken (das erste Mal, versteht sich…) oder mal in einen e-plus Shop zu gehen. “Ansonsten kann ich auch mal bei der Telekom nachfragen, immerhin müssen die ja die Nummer freigeben.” Das hörte ich das erste Mal. Davon war in allen Gesprächen, die diesem voraus gingen, nicht einmal die Rede. Ich war erstaunt, ich hatte keine Lust mehr auf die Frau und legte auf, voller Verwunderung darüber, dass e-plus seine Probleme einfach “bei der Konkurrenz ablädt”.

Ganz neue Erkenntnisse

Ich rief bei der Telekom an. Man erläuterte mir, dass man grundsätzlich erst im bestehenden Vertrag die Nummer freigeben muss, bevor man überhaupt einen anderen Vertrag mit derselben Nummer abschließen kann. Voraus gesetzt, diese Aussage wäre korrekt, so hätte man mich bei e-plus in zahlreichen Gesprächen belogen, weil das wie gesagt nie zur Sprache kam. Man empfahl mir, in einen Telekom-Shop zu gehen, um das dort zu erledigen.
Ansonsten wäre die Nummer auch weiterhin noch bei der Telekom, weil man mir meinen vorherigen Vertrag auf eine PrePaid Karte umgestellt hatte, damit ich “noch weiter unter der Nummer erreichbar wäre”.

Das war mir prinzipiell bewusst, denn tatsächlich hatte mir jemand von der Telekom dieses fantastische Angebot telefonisch “verkauft” (nebenbei bemerkt finde ich es immer wieder beachtlich, wie mühelos und einfach man einen Vertrag am Telefon abschließen kann, während einem bei einer Vertrags-Kündigung immer zahlreiche Steine in den Weg gelegt werden… way to go Leute, wirklich! So betreibt man Business und macht die eigenen Kunden glücklich!). Ich hatte direkt entgegnet, dass ich dafür eigentlich keine Verwendung hätte, weil ich die Rufnummer zum neuen Vertrag mitnehmen würde. Das Argument wurde als nichtig betrachtet, weil “es kostet sie ja nichts, wir laden ihnen auch direkt ein kleines Guthaben auf die Karte, so dass sie erreichbar sind und auch zurückrufen können.”
Selbstverständlich hat man bei der Gelegenheit nicht geprüft, ob irgendein Antrag für die Rufnummernmitnahme einging, was ich sogar nachvollziehen kann, immerhin ist es der Telekom ja furchtbar gleichgültig, was ich will; am Ende des Tages zählt, dass ich auf irgendeine Weise als Kunde behalten werden kann, auch wenn es mit Hilfe einer behinderten PrePaid Karte ist, die ich nie nutzen würde..

Nach gefühlt viel zu vielen nutzlosen Telefonaten mit Kundendiensten ging ich nun also in die Shops, die glücklicherweise direkt um die Ecke und außerdem auch direkt nebeinenander lagen.

In der Höhle der Löwen Idioten

Zunächst ging ich in den Telekom-Shop, wo man mir noch mal bestätigte, dass ich zunächst die Nummer freigeben müsste. Also tat ich das mit einem formlosen Antrag, der auch direkt im Shop in die Zentrale gefaxt wurde. Immerhin das klappte recht mühelos.

Anschließend ging es in den Base / e-plus Shop. Dort habe ich zunächst meinen Unmut über die inkompetenteste Kundenberaterin kund getan, mit der ich in den letzten paar Jahren zu tun hatte. Dann wurde mir ein Formular vorgelegt, dass ich noch mal ausfüllen musste und das auch direkt rein gefaxt wurde. Bei der Gelegenheit wurde mir auch noch mal gesagt, dass solche Dinge “in den Shops viel einfacher gehen als online”. Ich wollte das mal nicht bezweifeln, das deckte sich ja mit meiner eigenen Erfahrung; meine Theorie, die ich auf der Stelle entwickelte, lautete: Die Verträge sind online günstiger, weil man direkt das Schmerzensgeld verrechnet, da man pauschal davon ausgeht, dass man ein wichtiges gewünschtes Feature (*hust* Rufnummernmitnahme *hust*) nicht umsetzen kann…
Man verabschiedete mich mit dem Hinweis, dass ich unbedingt noch mal mit der Telekom telefonieren muss, weil in meinen Vertragsdaten dort “ein Haken gesetzt sein muss, dass ich die Nummer freigebe”.

Wieder in den anderen Laden, in dem mir der bis zu diesem Zeitpunkt sehr hilfreiche und kompetent erscheinende Mitarbeiter erklärte, dass das nicht notwendig sei, weil ich ja jetzt “nur einen PrePaid Tarif” gebucht hatte und “da reicht die formlose Verzichtserklärung vollkommen aus”.

Ich kam heim, nahm den Telefonhörer in die Hand und rief bei der Telekom-Hotline an. Man erklärte mir, dass auch “ein PrePaid Tarif einen Vertrag erfordert” und es daher durchaus notwendig war, dass ich mich noch mal meldete.

Kleines Zwischenfazit: Kein Mitarbeiter, mit dem ich bisher zu tun hatte, konnte mir 100%ig korrekte Angaben machen; jeder einzelne hatte sich an irgendeiner Stelle vertan und mir Bullshit erzählt…

Außerdem wäre der Übertrag der Rufnummer zu einem neuen Anbieter mit einer Gebühr von 26 bis 30 Euro verbunden. Auf meinem PrePaid Konto waren aktuell… 0 Euro.
Ich wies darauf hin, dass man mir bei Abschluss des PrePaid Vertrags versicherte, dass ich ein Guthaben von ca. 15 € bekommen würde. Man entgegnete, dass das “schon mal sein kann, dass das am ersten Tag noch nicht drauf ist”.

Am Ende einigte ich mich darauf, dass ich am Montag (morgen) noch mal mit dem Kundendienst telefonieren würde, um zu prüfen, wie viel Guthaben ich auf der Karte habe, dann müsste ich noch den Restbetrag aufladen (entweder weitere 15 oder wenn die Gutschrift nicht klappt, 30 €), um vielleicht doch endlich mal die Rufnummernmitnahme über die Bühne kriegen zu können und dann wäre das alles erledigt.

Da ich keine Lust hatte, mir eine bekloppte Guthabenkarte zu holen (bin ich im Kindergarten? Ich bin seit 10 Jahren Vertragskunde…), fragte ich nach der Möglichkeit, die Umstellung auf PrePaid schlicht zu widerrufen, so dass mein alter gekündigter Vertrag wieder in Kraft treten würde, der zwar weiterhin gekündigt wäre, aber bei dem Restkosten, die entstehen, per Bankeinzug beglichen werden.
Die Lösung mochte der Kundendienstmitarbeiter nicht, weil die PrePaid Karte ja eine Kündigungsfrist von 1 Tag hätte und es daher einfacher wäre. Wenn ich “jetzt wieder eine Rückabwicklung durchführe, kommt unser System bestimmt wieder durcheinander und dann kann es sein, dass das mit der Rufnummernmitnahme wieder überhaupt nicht klappt”.

Pluspunkte für die Ehrlichkeit des Mitarbeiters, Minuspunkte für die offensichtliche Unbeweglichkeit des Unternehmens…

Somit habe ich aktuell ein recht hübsches weißes iPhone mit einer äußerst häßlichen Telefonnummer (0163 / 471 24 37 – ich kann sie bald auswendig, was für mich schockierend ist…) neben mir liegen. Das e-plus Netz wurde schon von mehreren Freunden von mir als furchtbar bezeichnet und ich habe immerhin schon mal gestern gelernt, dass ich in der Beliner U-Bahn nicht mehr versuchen sollte, Facebook zu besuchen oder irgendwelche Online-Spiele zu zocken. (Die Gerüchte über die Repeater, die die Telekom in den U-Bahn Tunneln verbaut haben soll, scheinen nicht komplett haltlos zu sein.)

Die andere SIM-Karte wurde heute eingelegt und mir wurde nur die Meldung “Kein Netz” angezeigt. Entsprechend scheint also die Kündigung bei der Telekom durch zu sein und meine eigentlich geliebte Telefonnummer befindet sich für den Moment im Limbo. Hoffen wir, dass Base / e-plus jetzt in den nächsten Tagen die Umschaltung hin bekommt und ich auch die nächsten 2 Jahre unter der 0160 / 843 6001 erreichbar sein werde, bevor das Intermezzo mit diesem Telefonanbieter aller Voraussicht nach direkt wieder sein jähes Ende finden wird.

An dieser Stelle auch noch mal eine Wiederholung meines Kommentars, mit dem ich den e-plus Shop verließ: Wenn mich jemand fragen würde, ob er lieber 10,- € pro Monat sparen und zu e-plus wechseln sollte oder bei der Telekom bleiben soll, so würde ich ihm aktuell nicht mit einem guten Gewissen zu ersterem raten können…

P.S.: Hat jemand Erfahrung mit einer Klage auf “Nichterfüllung zugesagter Leistungen” in so einem Fall? Ich spiele tatsächlich mit dem Gedanken, gerne auch mit richterlich angedrohter Gewalt aus dem e-plus Vertrag raus zu steigen, um dann entweder doch in den sauren Telekom-Apfel zu beißen oder sonstwo zu unterschreiben…

Nachtrag vom 19. August

Heute wurde mir bei der Telekom-Hotline noch einmal bestätigt, dass das Guthaben auf meiner fantastischen Xtra PrePaid Karte stolze 0,- € beträgt. Man hat dann noch mal den Eintrag der Kollegin überprüft, die sich für den Abschluss verantwortlich zeigte. Sie hat nicht nur in der Hinsicht gefailt, ihren Namen anzugeben, sie hat auch nicht hinterlegt, dass ich einen Freibetrag bekommen sollte.

Entsprechend begebe ich mich nun – erneut enttäuscht (der Mitarbeiter am Telefon hatte dafür übrigens sehr wenig Verständnis, immerhin “hat man doch alles versucht, mich als Kunde glücklich zu stellen) – zu einem EC Karten Automaten, wo man laut Aussage des Mitarbeiters relativ stressfrei das notwendige Guthaben auf die Xtra Karte laden kann.

Kleines weiteres P.S.: Man hat mir die PrePaid Karte offiziell am 17. August gekündigt. Was schon wieder fantastisch ist, weil es bedeutet, dass ich eigentlich gar kein Guthaben drauf laden kann. Entsprechend hat man heute im Telefonat das gefühlte 80te Mal eine Kündigung zurück genommen / geändert und meine fantastische Xtra PrePaid Karte läuft jetzt noch bis morgen oder übermorgen. So richtig interessieren tut es mich leider nicht…

Erneuter Nachtrag:

Die Aufladung bei der Telekom hat funktioniert. Die Kommunikation mit e-plus gestaltet sich weiterhin als schwierig. Bei meinem Anruf heute, bei dem ich mich nach dem Stand der Portierung erkundigen wollte, sagte man mir, dass “noch nichts eingegangen” wäre. Ich wies daraufhin, dass ich in ihrem Laden war, der es eingeschickt hat und ich die Faxbestätigung habe. Mir wurde dann entgegnet, dass “die Händler eine eigene Nummer haben und die Anträge häufig an die Händlernummer schicken. Dann kann es schon mal bis zu 1 Woche dauern, bis das bearbeitet wird”.
Wenn ich es jedoch an die richtige Nummer schicke, “ist das 2 Stunden später im System”.

EINSCHUB: WTF??? Welcher Idiotenverein lässt denn seine Händler, die einen maßgeblichen Einfluss auf den Erfolg des Unternehmens haben, bis zu 1 Woche warten, bis man sie unterstützt???

Ich ging heim, wollte es selbst noch mal per Fax an die mir per SMS mitgeteilte Nummer (0331 – 7003130) einschicken, habe diese mit der Nummer des Faxberichts verglichen und enttäuscht feststellen müssen, dass der Händler im Laden den Antrag an genau diese Nummer übermittelt hatte. Aber gut, seit Samstag sind ja auch erst mehr als 10x die 2 Stunden vergangen, die man mir am Telefon genannt hatte…

Das Warten geht also weiter…

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Das Comeback des eBay Kundendiensts

Vor einigen Tagen habe ich noch über das Versagen des eBay Kundendiensts geschrieben. Mein Problem in wenigen Worten: Ich versuchte mich für das eBay Partner Network zu registrieren, was allerdings nicht möglich war. Ich hatte mich auf verschiedene Weisen mehrfach an den eBay Kundendienst gewendet, doch immer nur automatisch generierte und nichtssagende Antworten erhalten, die in keiner Weise hilfreich waren.

Stammleser dieses Blogs werden nun einen Folgeartikel erwarten, in dem ich nur noch weiter auf dem Kundendienst herum reite (ähnlich wie beim PayPal Betrug…), allerdings muss ich euch (glücklicherweise) enttäuschen: eBay hat sich wirklich um den Fall gekümmert!

Kristina, die auch schon meinen ursprünglichen Blog-Eintrag kommentierte, hat mich per E-Mail kontaktiert und war in der Lage, das Problem zu beseitigen. Offenbar lief etwas während des Registrierungsprozesses schief, so dass ich eine andere E-Mail Adresse nutzen musste (an der Stelle habe ich die Qual der Wahl…), was dann immerhin ohne weitere besondere Vorkommnisse gelang. Ich weiß nicht, was mit dem ursprünglich angelegten Account passieren wird, allerdings überlasse ich das einfach mal eBay.

Zwar wurden die von mir übermittelten Domains erneut auf “Ungültig” gesetzt, doch immerhin konnten die ersten Hits erfasst werden. Daher bin ich jetzt einfach mal voller Hoffnung, dass sich dieses letzte Problem auch noch lösen lässt. Möglicherweise habe ich es sogar schon gelöst, da ich die Seiten noch mal mit “www” übermittelt habe (meine Seiten arbeiten alle mit Redirects via .htaccess, um Duplicate Content zu vermeiden; wenn man also “soulwarrior.net” in der Adresszeile angibt, landet man auf “www.soulwarrior.net“). Vielleicht wird dadurch der Fehler bei eBay ausgelöst, wer weiß…

In jedem Fall möchte ich mich bei eBay sowie im Speziellen bei Kristina bedanken, die sich mit dem Fall näher befasste und so mit einer Lösung für mein Problem aufwarten konnte. Das ist auf jeden Fall der richtige Ansatz gewesen und sorgte auch direkt dafür, dass ich mal wieder mehr Lust darauf habe, eBay einen Besuch abzustatten.

Solltet ihr übrigens auch mal tun, am besten indem ihr euch die auf der rechten Seite verlinkten Angebote anseht. 😉

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Das Versagen des eBay Kundendiensts

Es gibt da so ein System, das nennt sich “eBay Partner Network”. Es ist eigentlich ziemlich cool – man schaltet ein paar Werbeanzeigen auf seiner Webseite und hofft darauf, dass die Besucher ab und an mal darauf klicken. Wenn sie das tun und / oder anschließend ein paar Artikel auf eBay kaufen, bekommt man ebenfalls eine kleine Vergütung.

Das klingt schon extrem sinnig und ich bin mir sicher, dass einige Leser an dieser Stelle bereits auf dem Weg zu Google sind, um den Weg zur Partner Network-Seite in Erfahrung zu bringen und sich dort anzumelden. Lasst mich euch vielleicht noch kurz vorher die Info mit auf den Weg geben, dass ihr gerade Gefahr lauft, euer Nervenkostüm krass zu strapazieren. Ich versuche nämlich aktuell genau dasselbe, allerdings ist das leichter gesagt als getan.

Der Registrierungsprozess von eBay ist nicht ganz so geradlinig, wie man sich das wünschen würde. Ja, man kann sich relativ schnell auf der Seite anmelden; man kann sogar seinen normalen eBay Account mit dem Partner Network Account verbinden, was mit Sicherheit einige tolle Vorteile bringt und Zeit erspart (fragt mich nicht nach Details). “Alles, was man tun muss” ist die Angabe der Webseiten, auf denen man werben will sowie das Hochladen eines speziellen .txt-Files auf den jeweiligen Server. Hat man jemals eine Seite bei Google Analytics ausgestattet, so ist man mit einem ähnlichen Prozess bereits bestens vertraut.

Jedoch gibt es einen Haken an der Sache: eBay ist nicht Google. eBay hat nicht alles perfekt automatisiert. eBay hat keine hilfreichen Hilfe-Seiten. Und last but not least hat eBay keinen verfluchten Kundendienst.

Die “Domain-Aktivierungsseite” beim eBay Partner Network gibt als Überprüfungsstatus bei den von mir eingereichten Seiten ein “Ungültig” zurück. Es gibt selbstverständlich keine Info, WARUM es sich bei den Seiten um “ungültige” Seiten handelt. Es gibt selbstverständlich keine Informationen in den FAQs, die einem vermitteln, wann eine Seite den Status “Ungültig” erhält. Entsprechend blieb mir nur, das zu tun, was jeder verzweifelte Webmaster mit zu viel Zeit an meiner Stelle getan hätte: Ich habe eine E-Mail geschickt. Beziehungsweise, ich versuchte eine E-Mail zu schicken. Denn die Nutzung des Kontaktformulars des eBay Partner Networks brachte nur folgende Nachricht hervor:

Das System ist gefailed. Krass gefailed.

OK, die Seite war also für kurze Zeit nicht verfügbar. Kein Problem, ich versuchte es einfach ein paar Minuten später erneut. Wieder dieselbe Nachricht. Ich habe es noch mal eine Stunde später versucht. Dieselbe Nachricht. Ich habe es am nächsten Tag versucht. Immer noch der gleiche Blödsinn.

Gut, die Schlacht war verloren, doch der Krieg noch nicht ganz. Also griff ich zum nächsten Mittel, in dem Fall dem Telefon. Leider kann man das eBay Partner Network nicht anrufen, sondern nur den ganz normalen eBay Kundendienst. Klingt aber immer noch halbwegs logisch, es handelt sich ja immerhin um dieselbe Firma. Folglich habe ich zum Hörer gegriffen und mich zur Hotline durchgekämpft… was sollte schon passieren?!

Wie sich herausstellen sollte, konnte man mir am Telefon nicht wirklich weiterhelfen (außer man bezeichnet es als hilfreich, dass sie mich für diese “Serviceleistung” zahlen lassen…). Mir wurde gesagt, dass ich “mal eine E-Mail schicken soll”. Ich erklärte, dass es nicht möglich wäre, über das Kontaktformular des Partner Networks E-Mails zu schicken. Man verwies mich an den normalen eBay Kundendienst. Ich sollte die Kategorie “technisches Problem” auswählen und dann würde man sich um mein Anliegen kümmern. Gesagt, getan. Ich wartete. Und wartete. Und wartete einen Tag. Und wartete noch ein wenig länger und nach nur 5 Tagen (das entspricht in der Internet-Zeitrechnung einem vollen Jahr!) bekam ich auch schon eine Antwort! Man verwies mich darin an den Support des eBay Partner Networks. Aha.

Ich war mir zunächst nicht wirklich sicher, was ich nun zurück schreiben sollte. Ich konnte mich schließlich dazu durchringen, ihnen noch eine höfliche E-Mail zu schicken, in der ich noch einmal erklärte, dass das Kontaktformular des eBay Partner Networks nicht funktioniert. Mein Vorschlag war, dass man einfach meine E-Mail an die zuständigen Kollegen weiterleiten soll; damit wäre mir schon sehr geholfen gewesen. Eine Antwort ließ diesmal nicht lange auf sich warten und diesmal erklärte man mir, dass ich eine technische Störung “mit einem Drittanbieter” gemeldet hatte. eBay wäre zwar fürchterlich bestürzt, es tut ihnen ganz doll leid und sie würden auch demnächst mal 2 Lämmer in Demut schlachten, weil sie dermaßen unglücklich für mich sind, aber sie können nichts machen, wenn es technische Probleme “bei einem Drittanbieter” gibt. Der jeweilige Drittanbieter ist der einzige, der mir in so einem Fall weiterhelfen kann.

Spätestens an dem Punkt fühlte ich mich jetzt “echt verarscht”. Ich bin mir noch nicht so ganz sicher, wie ich nun weiter vorgehen soll… die Optionen scheinen nahezu unbegrenzt und ob ich ihnen nun schreibe, dass sie mich mal kreuzweise können, dass sie verdammt noch mal meine E-Mails lesen sollen oder dass mich einfach mal der “Drittanbieter” kann, bei dem es sich ebenfalls um eBay handelt… es klingt alles recht verlockend. Hat jemand vielleicht einen Vorschlag?

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Der PayPal Betrug: Wie PayPal mit Beschwerden umgeht

Mein Kampf mit PayPal ist mittlerweile quasi vorüber. Hier noch mal eine kleine Zusammenfassung was bisher geschah:

Kurzum: Ich habe gezahlt. Ich habe mich DANACH mit einem Anwalt unterhalten, der mir erklärt hat, dass PayPal nur wenig machen kann und voraussichtlich noch weniger tun würde, da es die 1.600 € nicht wert sind, mich zu verklagen. Leider konnte ich mein Geld nicht mehr zurückholen (ich MUSSTE überweisen, was natürlich auch logisch ist, denn an der Stelle setzen sie nicht auf Lastschrift – sonst hätte ich diese ja zurückbuchen können, was IHRE erklärte Spezialität ist), daher habe ich im Grunde ein Monatsgehalt abgeben müssen. Ich habe zwar noch mal eine E-Mail geschrieben und das Geld zurück gefordert, doch diese bleibt selbstverständlich unbeantwortet.

“Glücklicherweise” versorgt uns PayPal mit jeder Menge hilfreicher Informationen, was man tun kann, wenn man mit ihrem “Service” nicht allzu glücklich ist. Ich zitiere mal:

“Dies ist unsere abschließende Stellungnahme in dieser Sache. Sollten Sie mit dieser abschließenden Stellungnahme von PayPal nicht einverstanden sein, können Sie sich an folgende Stellen wenden um eine offizielle Beschwerde gegen PayPal vorzubringen:
– Europäisches Verbraucherzentrum Deutschland – Kiel Andreas-Gayk-Str. 15 D – 24103 Kiel
– Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF) 110, Route d’Arlon, L-2991 Luxembourg
– UK Financial Ombudsman Service (FOS).
Sie haben außerdem innerhalb der nächsten 6 Monate die Möglichkeit, den Service des Ombudsmannes für Finanzfragen in Großbritannien zu nutzen. Informationen dazu finden Sie unter: http://www.financial-ombudsman.org.uk.

Daher empfiehlt PayPal den Financial Ombudsman - der macht nämlich genau genommen gar nichts...

Da mir ein anderer (ebenfalls betrogener) eBay Verkäufer den Financial Ombudsman empfohlen hat, hatte ich mich dorthin gewandt. Die Antwort könnt ihr euch etwas genauer ansehen, wenn ihr auf das Bild rechts klickt.

Ich muss schon sagen: PayPal hat sich wieder mal selbst übertroffen und “Kundendienst” wirklich neu erfunden!

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Mein neuer Laptop: Samsung Q330-Silver

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Live Coverage-Erstellung von der WoW TCG Worlds 2008 mit meinem Sony Vaio

Ich dachte mir, es wäre wieder mal an der Zeit, sich einen neuen Laptop zu besorgen. Nachdem ich jetzt mehr als 3 Jahre mit meinem Sony Vaio VGN-CR190 gearbeitet habe, bin ich nicht mehr ganz auf dem aktuellsten Stand der Technik. Während dieser Zeit hatte ich nur ein wirklich schreckliches Erlebnis mit dem Laptop: Das Gerät hatte nach 11 Monaten und ca. 15 Tagen den Geist aufgegeben. Ich freute mich, dass die Garantie noch nicht abgelaufen war (in Amerika beträgt diese nur 12 Monate und er wurde in den USA gekauft), wandte mich an den Support und der meinte zu mir, das würde immer noch unter die Garantie fallen (da war ich mir beispielsweise nicht ganz sicher, da das Verschiffen in die USA ja einiges an Zeit in Anspruch nehmen kann). Leider stellte sich dann die Garantieleistung als Trugschluss heraus, da man behauptete, das Problem kam dadurch zustande, dass ich den Laptop mal fallen gelassen hatte. Das ist mit Sicherheit falsch… ich musste neben der Reparatur auch den Zoll noch mal bezahlen, so dass ich unter dem Strich fast einen neuen Laptop hätte kaufen können. Immerhin war es aber der einzige Fall dieser Art (gut, das Netzteil ist mittlerweile 3mal gestorben und der Rahmen steht manchmal etwas unter Strom…).

Jedenfalls habe ich jetzt einige Tage mit dem neuen Laptop gearbeitet und muss sagen, dass ich meine Meinung über Sony noch mal überdenken könnte. Klar war es nicht der Knaller, dass der Laptop nach einem Jahr gestorben ist, doch immerhin hat er überhaupt erstmal ein Jahr gehalten. Der Samsung-Laptop verursacht direkt von Beginn an Probleme, da sich die Tastatur etwas seltsam verhält: Manchmal, wenn ich die Leertaste drücke, springt der Cursor eine Zeile nach oben.

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Ihr könnt euch hoffentlich vorstellen, WIE nervig das ist. Ich muss ständig wieder Buchstabensalat löschen, der entstanden ist, nachdem der Cursor mal wieder gesprungen ist und ich weiter getippt hatte. Dann muss auch noch der Cursor neu platziert werden und am Ende habe ich meist nicht wenig Lust, den Laptop gegen eine Wand zu werfen. Zu sagen, dass es mich “etwas einschränkt”, wäre eine Untertreibung. Es ist mehr als nur frustrierend und ich verliere jegliche Motivation, irgendwelche Arbeiten mit dem Laptop zu erledigen. Ich habe nach dem Problem bereits gegoogelt, doch meist wird nur vermutet, dass es etwas mit dem TouchPad zu tun hat. Das Problem bestand allerdings auch, nachdem ich das TouchPad aus geschalten oder die Treiber komplett deinstalliert hatte…

Andere Vorschläge, beispielsweise dass ein Virus im Bootsektor für das Problem verantwortlich sein könnte, stellten sich bisher auch als wenig hilfreich heraus. Ich hatte den PC schon im abgesicherten Modus gestartet und einen Virenscan laufen lassen, doch auch das brachte mich nicht weiter. Ich gehe daher nicht mehr davon aus, dass es sich um irgendeine Art Software-Problem handelt. Folglich bleibt mir nur, auf eine Antwort des Samsung-Supports zu warten, den ich mittlerweile 2mal angeschrieben habe…

Update: Es geht alles! Ich hatte eine externe USB Tastatur angeschlossen, um endgültig sicher sein zu können, dass es sich um einen Hardware-Defekt handelt. Und komischerweise trat das Problem nicht mehr auf. Ich nahm die externe Tastatur wieder vom Rechner und es ging immer noch alles. Mein “best guess”: Ich habe gestern noch mit Spybot immunisiert, was das Problem zwar nicht löste, aber möglicherweise hat das ja jetzt erst nach dem Reboot gewirkt?! Ich hoffe jedenfalls darauf, dass das jetzt so bleibt! Endlich wieder abrocken beim Schreiben!

Update 2: Das Problem tritt wieder auf… es ist aber jetzt immerhin schon mal relativ sicher ein Software-Defekt…

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Es gibt keinen Kundendienst bei der Deutschen Telekom

Zwar bin ich sonst nicht der Mensch, der zu Verallgemeinerungen greift, doch da ich mitunter auch schon über die Deutsche Bahn hergezogen bin, zeichnet sich so langsam ein Schema bei den ehemaligen Staatsfirmen ab. Offenbar haben diese nämlich noch nicht ganz verstanden, dass ihr Monopol mittlerweile nicht mehr existiert. Gut, die Bahn braucht wohl auf absehbare Zeit keine Konkurrenz zu fürchten und auch die Deutsche Telekom wird nicht urplötzlich von der Bildfläche verschwinden, jedoch kann ich mir nicht vorstellen, dass man mit dem derzeitigen Service-Angebot langfristig erfolgreich sein wird. Zumindest im Fall der Telekom, denn deren “Service” hat die Bezeichnung eigentlich nicht wirklich verdient.

Der konkrete Fall: Ich rief bei der Telekom vor 1,5 – 2 Monaten an und bat darum, dass man meine Kosten senkt. Selbst das Basic-Angebot der Telekom ist noch sehr viel teurer als vergleichbare Angebote von Mitbewerbern (Alice, Kabel Deutschland, usw.). Da mich Festnetztelefonie nicht im geringsten interessiert, würde ich diese im Grunde auch weg fallen lassen, wenn endlich mal ein Anbieter einen reinen Internet-Tarif anbieten würde, aber gut, es werden wohl noch 10 Jahre vergehen, bevor irgendjemand mal die Zeichen der Zeit erkennt. Jedenfalls kam man mir geringfügig entgegen und senkte meine monatliche Rate um satte 5,- Euro (merken: Ständig bei der Telekom anrufen, sich über den neusten Neukunden-Gewinnungs-Deal beschweren, darauf verweisen, dass man “langjähriger Kunde” ist und irgendwann bekommt man sogar mal was).

Jetzt (ja, jetzt. 1,5 Monate später) bekam ich die Auftragsbestätigung. Und wie immer hat die Telekom ihren Lieblingstrick versucht: Man hat nicht einen bestehenden Vertrag abgeändert, nein, man hat mir einen neuen Vertrag aufgeschwatzt. Nur hatte ich mich nicht an den Kundendienst gewendet, um “einen neuen und günstigeren Vertrag” zu bekommen, sondern um “weniger in meinem bestehenden Vertrag” zu zahlen. Das fand ich zwar schon dreist (man schließt eigentlich ständig mit der Telekom Verträge ab, von denen man gar nichts weiß), aber natürlich setzt man noch einen drauf: Man reduzierte meine DSL Leitung.

Davon war nun wirklich keine Rede in dem Gespräch, das ich ursprünglich mit der Hotline führte. Es ging um eine Reduzierung des Preises und sonst nichts. Diese wurde mir versprochen. Was ich bekommen habe waren etwas weniger Kosten, dafür aber auch weniger Leistung (DSL halb so schnell) und 2 weitere Jahre Vertragsbindung.

Ich habe meinen Ärger an der Hotline kund getan. Ich habe ruhig argumentiert und den Fall geschildert, wodurch ich dem Kundenberater klar vermittelt habe, dass man mit mir reden kann. Kommt man mir entgegen, so kann ich ein sehr glücklicher Kunde sein. Ich gebe ihm selbst die Steilvorlage und erkläre ihm, dass ich mit dem Kundendienst der Telekom bisher zufrieden war, mit dem Preis aber nicht wirklich.

Die Reaktion war nun mehr als enttäuschend. Man erklärte mir, dass ich weitere Preisverhandlungen bei meinem ursprünglichen Gespräch hätte machen müssen. Aha. Warum ich diese jetzt nicht mehr machen konnte, wurde mir nicht erklärt. Mir wurde erklärt, warum meine DSL Verbindung nun auf DSL 3000 runter gesenkt wurde: Mehrere meiner Nachbarn hätten mittlerweile DSL beantragt und wenn alle an derselben Leitung hängen, wird das halt nichts mehr mit der hohen Geschwindigkeit. Das ist zwar schön und gut, aber was interessiert mich das? Wenn ich doch offensichtlich eine der ersten Personen war, die hier DSL hatten, will ich nicht darunter leiden, dass meine Nachbarn nun ebenfalls im 21ten Jahrhundert angekommen sind?!

Ich habe nun reagiert und die 5,- Euro monatliche Ersparnis abgelehnt, da ich lieber ein weiteres Jahr in meinem Vertrag hänge und während dieser Zeit die 5,- Euro drauf zahle, nur um dann anschließend zu einem anderen Anbieter zu wechseln. Da habe ich nämlich diese zusätzlichen Kosten nach 6 Monaten wieder rein geholt. Bei stärkerer DSL Leitung. Der Kundendienstberater mochte diese Rechnung gar nicht und hat mich über die tollen Vorteile der Telekom aufgeklärt. Dass ich an der Leitung des Netzbetreibers hänge, während die anderen Anbieter nur “oben drauf” buchen – das ist mir prinzipiell egal, solange meine Leitung steht. Dass ich doch hier das ach so tolle Festnetz habe und sonst nur Voice over IP – das ist mir ebenfalls egal, ich erklärte ihm, ich brauche Festnetz nur für 2 Dinge: Meine Mutter alle 2 Wochen anzurufen und die Hotline der Telekom.

Ach ja, ich musste auch noch erklären, wann mein Vertrag eigentlich begann. Ich hatte letztes Jahr das Entertain “Try & Buy” Paket gebucht. Nachdem ich mich dagegen entschieden hatte, da die versprochene Performance-Steigerung (erwartungsgemäß) ausblieb, hat man mich nicht einfach auf meinen alten Vertrag zurückfallen lassen, nein, man hat mir einen neuen ausgestellt. Was nicht so ganz der Sinn und Zweck eines “Try & Buy” Pakets sein sollte, denn unter “Try” verstehe ich etwas anderes. Selbstverständlich gab es weder für diese Frechheit, die mich weitere 6 Monate Vertragslaufzeit gekostet hätte, noch für den fehlerhaften Abschlusses eines neuen Vertrags irgendeine Art von Entschädigung. Der Telekom ist es nämlich komplett egal, ob ihnen die Kunden weg rennen – noch haben sie ja genug. Erst wenn noch mehr Leute aufwachen und begreifen, dass die Telekom einfach einen schlechten Job in puncto Kundenbindung macht, wird sich das womöglich mal ändern. Oder der Konzern geht halt (in dem Fall dann tatsächlich zu recht) pleite.

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