Es gibt da so ein System, das nennt sich “eBay Partner Network”. Es ist eigentlich ziemlich cool – man schaltet ein paar Werbeanzeigen auf seiner Webseite und hofft darauf, dass die Besucher ab und an mal darauf klicken. Wenn sie das tun und / oder anschließend ein paar Artikel auf eBay kaufen, bekommt man ebenfalls eine kleine Vergütung.
Das klingt schon extrem sinnig und ich bin mir sicher, dass einige Leser an dieser Stelle bereits auf dem Weg zu Google sind, um den Weg zur Partner Network-Seite in Erfahrung zu bringen und sich dort anzumelden. Lasst mich euch vielleicht noch kurz vorher die Info mit auf den Weg geben, dass ihr gerade Gefahr lauft, euer Nervenkostüm krass zu strapazieren. Ich versuche nämlich aktuell genau dasselbe, allerdings ist das leichter gesagt als getan.
Der Registrierungsprozess von eBay ist nicht ganz so geradlinig, wie man sich das wünschen würde. Ja, man kann sich relativ schnell auf der Seite anmelden; man kann sogar seinen normalen eBay Account mit dem Partner Network Account verbinden, was mit Sicherheit einige tolle Vorteile bringt und Zeit erspart (fragt mich nicht nach Details). “Alles, was man tun muss” ist die Angabe der Webseiten, auf denen man werben will sowie das Hochladen eines speziellen .txt-Files auf den jeweiligen Server. Hat man jemals eine Seite bei Google Analytics ausgestattet, so ist man mit einem ähnlichen Prozess bereits bestens vertraut.
Jedoch gibt es einen Haken an der Sache: eBay ist nicht Google. eBay hat nicht alles perfekt automatisiert. eBay hat keine hilfreichen Hilfe-Seiten. Und last but not least hat eBay keinen verfluchten Kundendienst.
Die “Domain-Aktivierungsseite” beim eBay Partner Network gibt als Überprüfungsstatus bei den von mir eingereichten Seiten ein “Ungültig” zurück. Es gibt selbstverständlich keine Info, WARUM es sich bei den Seiten um “ungültige” Seiten handelt. Es gibt selbstverständlich keine Informationen in den FAQs, die einem vermitteln, wann eine Seite den Status “Ungültig” erhält. Entsprechend blieb mir nur, das zu tun, was jeder verzweifelte Webmaster mit zu viel Zeit an meiner Stelle getan hätte: Ich habe eine E-Mail geschickt. Beziehungsweise, ich versuchte eine E-Mail zu schicken. Denn die Nutzung des Kontaktformulars des eBay Partner Networks brachte nur folgende Nachricht hervor:
OK, die Seite war also für kurze Zeit nicht verfügbar. Kein Problem, ich versuchte es einfach ein paar Minuten später erneut. Wieder dieselbe Nachricht. Ich habe es noch mal eine Stunde später versucht. Dieselbe Nachricht. Ich habe es am nächsten Tag versucht. Immer noch der gleiche Blödsinn.
Gut, die Schlacht war verloren, doch der Krieg noch nicht ganz. Also griff ich zum nächsten Mittel, in dem Fall dem Telefon. Leider kann man das eBay Partner Network nicht anrufen, sondern nur den ganz normalen eBay Kundendienst. Klingt aber immer noch halbwegs logisch, es handelt sich ja immerhin um dieselbe Firma. Folglich habe ich zum Hörer gegriffen und mich zur Hotline durchgekämpft… was sollte schon passieren?!
Wie sich herausstellen sollte, konnte man mir am Telefon nicht wirklich weiterhelfen (außer man bezeichnet es als hilfreich, dass sie mich für diese “Serviceleistung” zahlen lassen…). Mir wurde gesagt, dass ich “mal eine E-Mail schicken soll”. Ich erklärte, dass es nicht möglich wäre, über das Kontaktformular des Partner Networks E-Mails zu schicken. Man verwies mich an den normalen eBay Kundendienst. Ich sollte die Kategorie “technisches Problem” auswählen und dann würde man sich um mein Anliegen kümmern. Gesagt, getan. Ich wartete. Und wartete. Und wartete einen Tag. Und wartete noch ein wenig länger und nach nur 5 Tagen (das entspricht in der Internet-Zeitrechnung einem vollen Jahr!) bekam ich auch schon eine Antwort! Man verwies mich darin an den Support des eBay Partner Networks. Aha.
Ich war mir zunächst nicht wirklich sicher, was ich nun zurück schreiben sollte. Ich konnte mich schließlich dazu durchringen, ihnen noch eine höfliche E-Mail zu schicken, in der ich noch einmal erklärte, dass das Kontaktformular des eBay Partner Networks nicht funktioniert. Mein Vorschlag war, dass man einfach meine E-Mail an die zuständigen Kollegen weiterleiten soll; damit wäre mir schon sehr geholfen gewesen. Eine Antwort ließ diesmal nicht lange auf sich warten und diesmal erklärte man mir, dass ich eine technische Störung “mit einem Drittanbieter” gemeldet hatte. eBay wäre zwar fürchterlich bestürzt, es tut ihnen ganz doll leid und sie würden auch demnächst mal 2 Lämmer in Demut schlachten, weil sie dermaßen unglücklich für mich sind, aber sie können nichts machen, wenn es technische Probleme “bei einem Drittanbieter” gibt. Der jeweilige Drittanbieter ist der einzige, der mir in so einem Fall weiterhelfen kann.
Spätestens an dem Punkt fühlte ich mich jetzt “echt verarscht”. Ich bin mir noch nicht so ganz sicher, wie ich nun weiter vorgehen soll… die Optionen scheinen nahezu unbegrenzt und ob ich ihnen nun schreibe, dass sie mich mal kreuzweise können, dass sie verdammt noch mal meine E-Mails lesen sollen oder dass mich einfach mal der “Drittanbieter” kann, bei dem es sich ebenfalls um eBay handelt… es klingt alles recht verlockend. Hat jemand vielleicht einen Vorschlag?

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#1 by Arvid on 23 May 2011 - 21:16
Ja, die Sache mit den zahlreichen unfähigen bis nicht vorhandenen Kundenservices…
Diese Leute wissen zu lassen, dass sie absolute Schwachmaten sind, ist mit Sicherheit äußert verlockend und von meiner Seite her auch empfehlenswert. Das “Wie” macht hierbei allerdings einen gewaltigen Unterschied.
Diese Typen denken von dir, dass du ein absoluter Volltrottel bist, der sowieso keine Ahnung von dem hat, was er sagt. Wenn du ihnen eine Antwort alá “Ihr könnt mich mal…” schickst, bestätigst du letzten Endes ihre Ansicht und du bist einer von vielen, die sie sich zum Mittagessen aufs Butterbrot schmieren.
Clever wäre es sie als absolut unfähige Hundesöhne zu bezeichnen, das Ganze aber so zu verpacken, dass es sich eben nicht auf den ersten Blick so anhört. Logische Gegenargumente bei ihrem Vorgehen, die ihnen im Nachhinein aufzeigen, wie sau dämlich sie doch sind.
Ich denke das hätte einen sehr viel größeren Effekt, als ein simples “Fuck you!”. Und wie ich dich kenne, wirst du sicher kaum Probleme haben die passenden Worte für eben einen solchen Text zu finden.
#2 by soulwarrior on 23 May 2011 - 22:55
Ich warte wohl noch bis morgen, da ich mich heute echt noch zu sehr darüber aufrege. Aber ich denke ebenfalls, dass der von dir beschriebene Ansatz der beste ist. Mal sehen, ob ich die richtigen Worte finden kann.
#3 by soulwarrior on 24 May 2011 - 11:21
Ich lag natürlich mit meiner Einschätzung richtig, dass es erfolgversprechender ist, einfach mal öffentlich zu wettern.
Bzw. ich lag teilweise richtig. Ich bekam eine erneute E-Mail, allerdings war das eine automatisierte “Warum bin ich abgelehnt worden?” E-Mail. Dort wurden dann jede Menge Punkte gelistet, die ich meiner Ansicht nach alle erfülle, so dass die Ablehnung für mich nach wie vor nicht nachvollziehbar ist…
Hilfreich ist immer noch anders.
#4 by Kristina on 3 June 2011 - 12:51
Hallo soulwarrior,
mein Name ist Kristina, ich arbeite bei eBay und bin unter anderem für das eBay Partner Network in Deutschland verantwortlich.
Wir entwickeln das Interface ständig weiter und Ihr Feedback ist sehr hilfreich für uns.
Ich bedauere es natürlich sehr, dass Ihre bisherigen Erfahrungen mit dem ePN keine positiven waren und möchte gerne gemeinsam mit Ihnen an einer Lösung arbeiten.
Hierzu werde ich in einer separaten Email auf Sie zukommen.
Viele Grüße
Kristina
#5 by soulwarrior on 3 June 2011 - 14:00
Hallo Kristina,
ich würde mich sehr freuen, wenn ich vielleicht doch noch eine hilfreiche Antwort erhalten würde, die mir verrät, warum ich nun abgelehnt wurde (letzter Stand, nachdem ich mich noch einmal dazu durchgerungen hatte, eine E-Mail zu schreiben – ich fragte nach, WARUM die Seiten den Prüfstatus “ungültig” erhielten, dann wurde mir nur in einer Standard-E-Mail geantwortet, ich bin abgelehnt, ohne auf nähere Gründe einzugehen).
Ich besuche täglich Seiten, die mit eBay Anzeigen werben und ich sehe ehrlich gesagt nicht, inwiefern diese Seiten geeigneter sind als die von mir angegebenen Seiten.
Dementsprechend freue ich mich auf Ihre E-Mail.