No Lifer? Nicht unbedingt


Heute bin ich über einen beachtlichen Artikel von Clay Shirky gestolpert. Oder, um etwas genauer zu sein, über ein Transkript einer Rede, die er auf einer Web 2.0 Entwickler-Konferenz gegeben hat. Solltet ihr schon mal etwas genauer über meine Homepage gesehen haben, werdet ihr bemerkt haben, dass ich mich für Bücher interessiere, die erklären, warum sich Leute, bzw. die gesamte Gesellschaft, auf bestimmte Weisen verhalten. Clay befasst sich mit dem Phänomen, wie wir unsere Freizeit verbringen und erklärt, warum Leute, die 3 Stunden pro Tag World of Warcraft spielen keine No Lifer sind, sondern vielmehr etwas zumindest teilweise Sinnvolles betreiben – insbesondere, wenn man dies mit fernsehen vergleicht.

Ich muss zugeben, ich bin nicht der größte Fan von Leuten, die wertvolle Lebenszeit in der World of Warcraft “verschwenden” (andererseits verbringe ich meine Zeit damit, mir Karten um die Ohren zu schlagen, was auf andere genauso seltsam anmuten muss, von daher sollte ich mir kein Urteil erlauben), allerdings denke ich nach Lektüre dieses Transkripts auch anders darüber.

Darüber hinaus bin ich durch meinen guten Freund Matthias mit dem Buch “The Diamond Age” von Neal Stephenson in Berührung bekommen. Dieses gehört zweifellos zu den 5 besten Belletristik-Romanen, die ich je gelesen habe. In ihm wird erzählt wie Nell, ein kleines Mädchen, das sich in Besitz eines interaktiven “Lern-Buchs” (einem “Primer”) befindet, in einer Welt aufwächst, die immer neue Herausforderungen für sie bereit hält, doch die sie mit Hilfe des Primers stets löst. Clay beweist, dass die im Roman beschriebene Idee des interaktiven Lernens inzwischen nahezu Realität geworden ist und immer normaler wird.

Zusammen genommen sind das schon zwei gute Gründe, um das Buch von Clay zu bestellen. Möglicherweise wird es euch genauso gehen, nachdem ihr seinen Artikel gelesen habt, den ihr hier (Englisch) finden könnt.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...

, , , , , ,

  1. No comments yet.
(will not be published)