Archive for July, 2009

Suppe für den soul – Bluffs

Ich liebe die psychologischen Aspekte der Spiele, die mich begeistern können! Nur wenige Spieler machen sich Gedanken darum, was sich genau in ihren Köpfen abspielt, während sie spielen. Manchmal verlieren sie einfach nur aufgrund einer Idee, die sie sich in den Kopf gesetzt haben – dass der Gegner eine Hand voller Lösungen hat, dass es gar keine Möglichkeit für sie gibt, dieses Spiel zu gewinnen, usw.

Manchmal setzt man sich diese Idee nicht ganz allein in den Kopf, sondern der Gegner hat einen erheblichen Anteil daran. Diese Bluffs können richtig genutzt Siege bringen. Ich versuche mich daher in dieser Woche, etwas ausführlicher diesem Thema zu widmen.

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Never change a running system!

“Never change a running system” – um ehrlich zu sein war ich nie ein großer Fan dieses Slogans. Ich bin üblicherweise nicht allzu einfach zufrieden zu stellen und selbst wenn ich mal mit irgendeiner Sache halbwegs glücklich bin, suche ich noch nach möglichen Verbesserungen. Manchmal kann das einige Probleme mit sich bringen. Ich vergesse das immer wieder, was gleichzeitig auch der Grund dafür ist, dass ich jetzt diesen Blog-Eintrag verfassen muss – es fällt mir sehr viel schwerer, etwas zu vergessen, über das ich geschrieben habe (zumindest gilt das für mich).

WordPress ist dieses sich ständig verändernde Content Management System, das es einem relativ einfach macht, einen coolen Blog zu erstellen (wie ihr sehen könnt). Leider scheint es ein noch größerer Fans von Updates als ich zu sein, daher nervt mich das Admin Control Panel (das ist der Teil der Seite, in dem ich Beiträge wie diesen hier verfasse und meine Freizeit verbringe) mit Veröffentlichung jeder neuen Version zu Tode, indem es auf JEDER EINZELNEN SEITE die “WordPress X.X is out – upgrade now!” Nachricht zeigt. Ihr könnt euch mit Sicherheit schon denken, was passiert ist – ich habe die neuste WordPress-Version herunter geladen. Und wo ich schon dabei war, dachte ich mir, ich könnte direkt auch die neuste Version meines Themes herunter laden (ich nutze das Fusion Theme – powered by digitalnature).

Wie sich herausstellte war das eine der schlechteren Ideen, die ich heute hatte… zunächst einmal verschwand die Such-Funktion (das ist dieses coole Eingabefeld rechts mit dem kleinen Lupen-Symbol). Noch schlimmer war der Verlust meiner Kategorien, denn während die Suche mehr so ein “nice to have” Feature ist (obwohl ich es ziemlich cool finde und ich LIEBE solche Features, ich bin halt einfach ein Nerd), handelt es sich bei den Kategorien eher um ein extrem notwendiges Feature. Wenig später wurde mir klar, dass auch mein Widget-Kollabier-Plug-In verschwunden war (probier es aus: Wenn du auf “Twitter” rechts klickst, verschwinden die Twitter-Nachrichten! Ich wette, du hast das noch nie ausprobiert… ist das nicht saucool?!). Um diesen kompletten Absatz in einem Satz zusammenzufassen: Meine Seite sah scheiße aus.

Da ich einer der faulsten Typen bin, wenn es um Backups geht, habe ich meine alten Daten natürlich NICHT gesichert. Ich warne dich! Tu das nicht! Sichere jeden Scheiß, den du mit deinem PC gemacht hast… nun ja, jedenfalls gab es kein Zurück mehr, deshalb musste ich noch mehr Zeit aufwenden und versuchen, den Problemen auf die Schliche zu kommen. Ich möchte dir die Geschichte meiner endlosen Suche nach einem “häufige Fehler” Teil auf der Homepage von digitalnature ersparen (da es diesen Part nicht gibt und es daher relativ überflüssig wäre, das überhaupt zu erwähnen) und auch meine epische Quest, eine frühere Version des Fusion Themes zu finden, war nicht von Erfolg gekrönt. Daher dachte ich mir, ich entferne einfach mal einige meiner Widgets (- ah… Widgets… ich neige dazu, diesen Begriff die ganze Zeit zu verwenden ohne ihn irgendwann mal zu erklären… nun, ein Widget ist ein kleiner Container in der Sidebar. Ich nutze beispielsweise ein “Such-Widget”, ein “Kategorien-Widget”, ein “Twitter-Widget”, usw. – jetzt solltest du Bescheid wissen) und schaue, ob mich das weiterbringt. Und dann musste ich feststellen, dass das neue Fusion Theme die Such- und Kategorien-Funktion als OPTIONALE Widgets auslagert. Das bedeutet, sie werden standardmäßig nicht angezeigt.

“Willst du mich verarschen?!”, war meine unmittelbare Reaktion… Immerhin war es aber relativ einfach, das Problem zu lösen: Einfach die beiden Widgets zurück in meine Sidebar ziehen. Dadurch sah meine Seite fast wieder so cool aus wie zuvor. Die Erkenntnis, dass die Widgets jetzt mit dem Klassen-Attribut “title” anstelle von “widgettitle” arbeiten, ermöglichte es mir schlussendlich auch noch, mein “Hackadelic Widget Voodoo” (ja, das heißt wirklich so) Plug-In wieder zum Laufen zu bringen, so dass meine Widgets jetzt auch wieder “kollabierbar” sind (komm, klick noch mal drauf! Ich weiß, du willst es!)!

Warum ich all das schreibe? Nun, falls du selbst WordPress nutzt und vor ähnlichen Problemen stehst, wird dir das weiterhelfen. Darüber hinaus kann ich die Idee, 60 Minuten meines Lebens komplett verschwendet zu haben, nicht ertragen, daher musste ich irgendwas mit meinen Erkenntnissen anfangen und diese zu Papier bringen. Immerhin habe ich dann direkt auch wieder etwas mehr Content auf meiner Seite. Last but not least kann ich so jedem verdeutlichen, dass “embrace change” NICHT immer der way to go ist (was mich an das großartige “Secret Invasion” Comic erinnert, das ich vorgestern gelesen habe – zieh’s dir rein, es ist fantastisch!)!

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Dickes Update!

Es war wieder Mal an der Zeit, einige der Arbeits-Seiten zu überarbeiten (da ich bisher BattleForge.com nirgends erwähnte, obwohl mein neuer Job hauptsächlich darin besteht, diese Seite zu betreuen), daher habe ich das heute endlich nachgeholt. Ich habe die Seite über die Webseiten, auf denen ich aktiv bin, von “Webseiten” in “Community Management” umbenannt, da ich… nun ja, dort Community Management betreibe und das aus Sicht einer Suchmaschine sehr viel geschickter ist (manch einer wird sich nun fragen: Wer zum Teufel interessiert sich für die Sicht einer Suchmaschine?! – tja, wenn du einen Schuldigen sehen möchtest, schaue in den Spiegel! Höchstwahrscheinlich bist du ebenfalls über Google auf diese Seite gekommen!).

Nachdem ich diese Seite einer Frischzellenkur unterzogen hatte, musste ich feststellen, dass die anderen Arbeits-Seiten ebenfalls ein paar Updates vertragen könnten. Daher habe ich diese ebenfalls überarbeitet (einige der Tags waren wirklich schlecht gesetzt oder gar nicht vorhanden und selbst wenn du keinen Unterschied feststellen wirst, so ist das etwas besser aus… Sicht einer Suchmaschine – Ja, ja, schon gut, genug von den verdammten Suchmaschinen!). Nebenbei bemerkt: Huntik-TCG.de ist aus der Liste meiner Lieblings-Webseiten verschwunden und BattleForge.com hat diesen Platz eingenommen.

Ich habe 3 Tippfehler in meinen Texten gefunden, was man als (traurigen) Rekord werten könnte. Allerdings bin ich viel mehr von der Tatsache geschockt, dass mich niemand auf diese aufmerksam gemacht hat. Liebe Leser, ich bin Perfektionist und hätte ich gewusst, dass ich derart lächerliche Fehler auf meiner Internetpräsenz habe, hätte ich nicht schlafen können. Falls ihr also weitere solche Fehler bemerkt, gebt mir Bescheid. Ich wäre euch auch wirklich dankbar!

Sodele, das wäre es schon wieder mehr oder weniger. Werfe noch mal einen Blick auf die Seiten und erfahre einiges über meinen neuen Job. Ah, ich habe den Begriff “BluePoster” nicht erklärt, falls du damit also nichts anfangen kannst, schreibe einfach einen Kommentar (ja, das ist tatsächlich ein billiger und diabolischer Trick, um meine Leser in ein Gespräch zu verwickeln! Ich bin mir nicht zu schade dafür!)!

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Card Master#69 veröffentlicht

In dieser Woche erscheint Ausgabe 69 der Card Master. Willst du über die besten Karten aus Raging Battles Bescheid wissen? Was auf der Deutschen Meisterschaft 2009 abging? Oder was die Zukunft für Yu-Gi-Oh! bringt? Kein Problem, hol dir einfach eine Ausgabe in einem Kiosk in deiner Nähe.

Darüber hinaus gibt es dieses Mal noch einen Card Shooter, der für ein wenig Spaß sorgen kann – zumindest kurzfristig.

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Suppe für den soul – Testen

Testen ist eines der Themen, um das die Spieler gerne mal einen großen Bogen machen. Ich möchte das in meiner wöchentlichen Kolumne und ein paar Einblicke in den kompletten Prozess des Testens geben, um auf diesem Weg zu verdeutlichen, warum es so wichtig ist, die eigenen Decks richtig zu testen.

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Identität

Jeder Mensch hat ein gewisses Bild von sich selbst. Man bezeichnet dieses Selbstbild als die Identität. Die Identität ist wiederum von den Werten abhängig, die für einen Menschen wichtig sind. So legen einige Leute beispielsweise mehr Wert darauf, ausdrucksstark vorzugehen und andere zu überzeugen, während wieder andere lieber in sich gekehrt agieren und einen ruhigen Eindruck machen wollen. Man lebt also in einer Weise, in der man möglichst der Identität entspricht, die man sich selbst geschaffen hat.

Das Selbstbild, das wir von uns haben, stimmt häufig nicht mit dem Bild überein, das sich andere von uns gemacht haben. Allein das ist schon eine Erkenntnisse, zu der erschreckend wenige Leute kommen. Wenn also jemand sagt: “Ich bin [...]“, dann meint er vielmehr: “Ich will [...] sein.” Ob er letztlich wirklich das ausstrahlt, was er ausstrahlen will, hängt vom jeweiligen Gesprächspartner ab.

Dieses Thema ist zutiefst faszinierend, da es zum einen extrem einleuchtend ist, sich zum anderen aber die wenigsten Leute Gedanken dazu gemacht haben. Befasst man sich näher damit, stößt man auf beeindruckende Beispiele; eines meiner persönlichen Lieblingsbeispiele möchte ich an dieser Stelle teilen:

Während eines Krieges (wenn ich mich recht entsinne handelte es sich um den Korea-Krieg) wurden amerikanische Gefangene überraschend häufig zum Überlaufen bewegt. Wie erreichte dies der Kriegsgegner der Amerikaner? Nun, zunächst isolierte man einen einzelnen Gefangenen von seinen Kameraden. Dann wurde bewusst auf Folter verzichtet und er wurde einfach nur in Einzelhaft belassen. Nach einer extrem langen Zeit wurde er darum gebeten, etwas Positives über den Kommunismus zu schreiben. Dieser Bitte kam er überraschend häufig nach, denn eine Woche Einzelhaft in einer Zelle ohne Licht und jegliche menschliche Interaktion kann so einiges bewirken. Eine alternative Methode war es, den Gefangenen etwas aufschreiben zu lassen, was negativ am Kapitalismus, bzw. dem amerikanischen System war.

Im Anschluss wurden diese unterschriebenen Dokumente den anderen Gefangenen präsentiert, während der Gefangene, der zuvor in Einzelhaft war, wieder zu ihnen in die Zelle kam. Er hatte keine Ausrede parat, warum er derart “unpatriotische” Aussagen von sich gab, schließlich wurde er nicht gefoltert. Dies führte wiederum dazu, dass er von seinen Kameraden als “Überläufer” betitelt oder eben in ähnlicher Form ausgegrenzt wurde.

Ein Mensch kommt nicht damit zurecht, wenn er sich in einer Weise verhält, die überhaupt nicht der jeweiligen Identität entspricht, die er sich geschaffen hat. In diesem Fall kam ein amerikanischer Soldat, ein Patriot, der seinem Vaterland treu dienen wollte, nicht damit zurecht, dass er ein Verräter war. Die logische Konsequenz ist, dass sich die jeweilige Person eine neue Identität schafft. Dies ist geschehen, indem sich der jeweilige Gefangene plötzlich selbst als Überläufer bezeichnete.

So ermöglichte er es sich selbst gemäß seiner Werte (die sich nun grundsätzlich verändert hatten, aber das ist an dieser Stelle weniger wichtig) zu leben und nicht im Konflikt mit sich selbst zu sein. Und ab diesem Zeitpunkt gab er bereitwillig noch mehr Informationen preis und wurde zu einem “richtigen” Überläufer. Insbesondere löste sich auch die Bindung zu seinen ehemaligen Freunden.

Es ist fantastisch, was man mit ein wenig Psychologie alles bewirken kann. Ich selbst bemerke gerade auch wieder, wie ich mir eine Identität schaffe, die sich von der, die ich zuvor hatte, in gewissen Einzelheiten unterscheidet. So versuche ich ganz bewusst mich mit meinem neuen Job zu identifizieren und den Spielern als Community Assistant zu helfen. Es ist eine spannende Reise durch das eigene Selbst, die man allerdings nur dann bewusst bestreitet, wenn man um die Hintergründe weiß, die sich im eigenen Kopf abspielen.

Habt ihr schon einmal ähnliche Erfahrungen gemacht oder denkt ihr nun nach der Lektüre dieses Beitrags anders über eine eurer Verhaltensweisen, die euch zuvor Rätsel aufgab?

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